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Elternbrief Nr.8/2. Jahrgang Aus dem Schloss geplaudert... Overhagen, den 24. Oktober 1996
Trauer am GSO
Britta Kühle Wir mußten für immer Abschied von Britta Kühle nehmen. Sie war Schülerin der Jahrgangsstufe 11 und kam zum Schuljahresbeginn von einem Soester Gymnasium zu uns, um einen neuen Anfang zu machen. Einige Mitschüler und Mitschülerinnen kannten sie schon vorher und die anderen fanden schnell Kontakt zu ihr. Britta gefiel es bei uns, aber trotzdem gelang ihr der Neuanfang letztlich nicht, wohl aus Gründen, auf die wir als Schule leider keinen Einfluß hatten. Sie starb am 15.9.1996 und viele von uns gaben ihr das letzte Geleit. Britta bleibt in unserer Erinnerung. Die Frage nach dem Warum ihres Todes läßt uns sprachlos. Unser Mitgefühl gilt Brittas Eltern und ihrer Schwester.
Frau Marianne Wübbe Am 30.09.1996 verstarb Frau Wübbe. Über 17 Jahre arbeitete sie in unserem Büro und begleitete auch nach ihrer Pensionierung den Weg unserer Schule mit großem Interesse. Alle, die mit ihr zu tun hatten, erinnern sich an ihre freundliche Art, ihre Hilfsbereitschaft und ihr großes Pflichtbewußtsein. Unser Mitgefühl gilt ihrem Mann, sowie ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn, die beide “Ehemalige” unserer Schule sind.
Wichtige Termine: 06.11. -11.11.1996 Austausch mit Uden 27.11.1996 Erster Eltern= sprechtag 10.02./09.05. und 30.05. 1997 sind bewegliche Ferientage am GSO 06.10. - 10.10.1997 Wanderwoche
Die zwei Neuen! Eine Neuerung an unserer Schule ist die Cafeteria, die sich nun in unserem ehemaligen Musikraum befindet. Von 8.00 Uhr morgens bis 12.30 Uhr dient dieser Raum als Aufenthaltsraum für die Oberstufe mit der Möglichkeit, Kaffee, Tee, Kakao usw. nach Vorbestellung zu bekommen. Danach essen in diesem von Herrn und Frau Harlinghausen sehr ansprechend eingerichtetem Raum die SchülerInnen der Tagesheimschule. Das Angebot des Mittagstisches kann (und wird) - nach vorheriger Anmeldung und Bezahlung - natürlich auch von anderen SchülerInnen genutzt werden. (Nur noch einmal zur Erinnerung: die Anmeldefrist bei Herrn Harlinghausen beträgt eine Woche !) Die zweite Neuerung ist die Einrichtung des Musikraumes im Schloß. Mit Ende des Schuljahres 95/96 waren die Tage des Musikraumes neben der Pausenhalle vorbei. Eine Umstrukturierung der Tagesheimschule sah vor, den Musikraum als Ausgaberaum für Getränke, Imbiß, Süßigkeiten usw. umzubauen. So wurde in der Projektwoche, kurz vor der Zeugnisausgabe, mit Schülern der Jahrgangsstufe 11 der Umzug durchgeführt. Hierbei waren die “Beziehungen” eines Schülers von großem Vorteil, denn der von ihm organisierte LKW transportierte den Flügel und andere Instrumente zum neuen Domizil. Im ehemaligen Speisesaal der Tagesheimschule wurde nun geschraubt, gebohrt, eine schallabsorbierende Decke eingezogen. Auch in den Sommerferien wurde mit tatkräftiger Unterstützung unseres Hausmeisters Herrn Harlinghausen der neue Musikraum vervollständigt. Neue Bestuhlung, eine große Schiebetafel, musikalische Schaubilder und der Einbau von Videofernsehen sollen Schülern und Schülerinnen den musikalischen Zugang zum Fachunterricht erleichtern und diesen unterstützen. Wir möchten auch auf diesem Wege allen Helfern des Umzuges unseren herzlichsten Dank aussprechen.
Wanderwoche am GSO Vom 23.9. bis zum 27.9.1996 war an unserer Schule die Wanderwoche und eine Anzahl von Klassen zog es in die Ferne. Wenn auch nicht so sehr fern, aber trotzdem sehr interessant war für die Klasse 6b der Tagesausflug ins Erzbergwerk nach Ramsbeck. Die Jugendherberge Inzmühlen in der Lüneburger Heide war Ziel der Klasse 7a. Zusammen mit ihrem Klassenlehrer Herrn Königs und mit Frau Nuphaus verbrachte die Klasse vom 23. bis zum 26.9. einige schöne Tage mit einem abwechslungsreichen Programm und wenig Schlaf. Unter anderem besuchte die 7a den Dino-Park in Münchehagen, das Schiffshebewerk in Scharnebeck sowie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und den Hafen in Hamburg. Die spannende Schnitzeljagd bei der Wanderung durch Wald und Heide werden sicherlich genauso unvergessen bleiben wie das Mitmach-Theater und die Disco am letzten Abend. Abgerundet wurde die Fahrt durch den Projekttag an der Schule, an dem gemeinsam eine rundum gelungene Zeitung über den Ausflug erstellt wurde. Die Klasse 7b war in der Wanderwoche in Bad Honnef und hat einen Tag mit Stadtführung in Bonn verbracht. Die Rückfahrt zur Jugendherberge erfolgte per Schiff auf dem Rhein. Ein richtiger Wandertag war auf dem Programm, bei dem die SchülerInnen lernten, ‘mit offenen Augen’ durch den Wald zu gehen, um die Natur etwas genauer zu beobachten! So wurden auch Laub, Blumen und Beeren gesammelt, um den Herbergseltern einen schönen Strauß aus dem “Garten Natur” überreichen zu können. - Diese Wanderwoche hat allen viel Spaß gemacht und wurde durch die ‘eigene Zeitung’, die während eines Projekttages unmittelbar im Anschluß an die Wanderwoche erstellt wurde, ergänzt. Die Klasse 9a zog es ins deutsche Mittelgebirge, in den Schwarzwald. Die Klasse war begeistert von der Lage der sehr zentral gelegenen Jugendherberge hoch oben auf einem Berg - mitten im Wald - ganz ohne Belästigung durch irgendwelche zivilisatorischen Einflüsse wie Geschäfte, Discos, (...). Auf dem Programm standen ein Ausflug nach Straßburg und ein Besuch im KZ Struthof, Freiburg, Freudenstadt, Allerheiligen wurden besichtigt, längere Wanderungen durch die Natur wurden überstanden und auch den Flughafen Frankfurt ließ man sich nicht entgehen. Natürlich hielt auch hier eine Zeitung fest, was alles so erlebt - und gegessen - wurde! Die Klasse 10b fuhr in unsere alte und neue Hauptstadt Berlin. Zunächst stand Potsdam auf dem Programm. Neben Sanssouci wurden auch Schloß Cecilienhof, das Holländische Viertel und das russische Dorf besichtigt. Natürlich wurden auch die Seen (Havelsee, Wannsee) per Schiff erkundet. Auch Berlins Sehenswürdigkeiten wurden gebührend besichtigt; selbst Berlin bei Nacht (die für die SchülerInnen um 23 endete!) wurde nicht ausgelassen. Der Ku’damm erfreute sich allergrößter Beliebtheit und selbst das Eden, eine der großen Diskotheken war vor einigen SchülerInnen nicht sicher. Alle waren sich einig, daß eine solche Klassenfahrt bald wieder stattfinden könnte! Auch die Klasse 10a erlag dem Charme Berlins und verbrachte dort fünf Tage mit Frau Kramer und ihrem Klassenlehrer Herr Hemsing. Zwar bekam man nur wenig Schlaf, doch das lag nicht nur an den ‘sehr schlichten’ Betten und gelegentlichen nächtlichen Mäusebesuchen in Koffer und Gepäck, sondern auch an reichlich kurzen Nächten. Doch wer fährt schon auf Klassenfahrt, um zu schlafen - allenfalls die Lehrer! Durch eine Stadtrundfahrt und einen Gang durch das Scheunenviertel erhielt die Klasse einen Eindruck von der allmählich zusammenwachsenden neuen Hauptstadt, in der es aber doch noch viele Gegensätze und Risse gibt. Besonders beeindruckend war der Besuch des Mauermuseums am ehemaligen “Checkpoint Charlie”, wo ein Journalist aus seinem Leben als Fluchthelfer und Gefangener des DDR Gefängnisses Bautzen berichtete. Neben diesen zum Teil beklemmenden Erfahrungen kam aber auch der Spaß nicht zu kurz. - Und wieder einmal bewahrheitete sich: Berlin ist eine Reise wert! Die Jahrgangsstufe 13 war bereits vor der Wanderwoche - vom 31.8. bis zum 8.9.96 auf großer Fahrt in der Toskana. Hier bot sich die Möglichkeit einerseits Kunst und Kultur einer der beeindruckendsten Kulturlandschaften Europas kennenzulernen, andererseits aber auch das spätsommerliche Klima am Ligurischen Meer zu genießen. - Eine der Höhepunkte war sicher wegen des nahezu vollständigen Überblicks über die italienische Malerei die Führung durch die Uffizien in Florenz. Aber auch die Exkursionen nach Lucca, Pisa, Siena und San Gimignano hinterließen wegen des Reichtums an Kunstdenkmälern aus Mittelalter und Renaissance nachhaltige Eindrücke. Der Weg des Marmors vom Steinbruch bis hin zur Verarbeitung konnte in Carrara in einem der für die Landschaft typischen Marmorbrüche verfolgt werden. Darüber hinaus hatten die Schüler in ihrer Freizeit Möglichkeiten, sich mit anderen Schülergruppen und Land und Leuten auseinanderzusetzen.
50 Jahre UNICEF waren der Anlaß für eine Ausstellung in der Stadtsparkasse Lippstadt zu dem Thema “... weil sie Mädchen sind”, die von den Klassen 8a/b am 17.9.96 im Rahmen des katholischen Religionsunterrichtes besucht wurde. Thematisiert wurden in dieser Ausstellung u.a. Aspekte wie die Apartheid der Geschlechter, Ursachen der Benachteiligung, die Last der Arbeit und auch die Prostitution, die leider oftmals das Leben von Mädchen in der Dritten Welt bestimmen.
Theater: “Konrad - Das Kind aus der Konservendose” - schon für den Juni (von der Theater-AG unter der Einstudierung von Herrn Goy und Christina Wischmann) angekündigt, dann erkrankt, - ist wieder gesund und trifft Ende November als Lieferung in einer Instant-Dose auf der Schloßbühne ein. Premiere ist am 28. November 1996 um 19 Uhr auf der Schloßbühne.
SICHERHEIT sollte eigentlich immer groß geschrieben werden! Deshalb möchten wir auch Sie, liebe Eltern unserer SchülerInnen um folgendes bitten: Achten Sie jetzt während der dunklen Jahreszeit bitte besonders auf sichere Fahrräder und auch Kleidung (z.B. mit reflektierenden Streifen) ihrer Kinder. Wenn Sie Ihre Kinder mit dem Auto bringen bzw. abholen, parken Sie bitte nicht vor dem Schloß oder vor der Zufahrt zum Schloßgelände (absolutes Halteverbot!!!). Nach der 6. Stunde benutzen die Busse die Busschleife nicht, so daß Sie dort eine Parkmöglichkeit haben.
Die Glosse am Schluß: e-mail ist für jeden Computerfreund ein Begriff und für die heutige Schülergeneration einfach ein ‘muß’, da man doch die Hausaufgaben, die man in der Schule nicht dabei hatte, dem Lehrer einfach per Computer zukommen lassen kann! So ging es nämlich dem Kollegen Brülle, der aber wiederum prompt reagierte und die korrigierten Hausaufgaben wieder per e-mail zurückschickte.
_________________________ Verantwortlich für den Inhalt: Die Schulleitung des GSO Redaktion: G. Liedtke-Müller
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