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GYMNASIUM SCHLOSS OVERHAGEN

 

Elternbrief Nr.13/3. Jahrgang
Aus dem Schloss geplaudert...
Overhagen, den 19. November 1997

Wichtige Termine:
Weihnachtsmusik: Sonntag, den 14.12.1997, Beginn um 16.00 Uhr
Bewegliche Ferientage:
Montag, den 22.12.1997
Montag, den 23.02.1998
Freitag, den 12.06.1998
Elternsprechtage:
Mittwoch,den 26.11.1997
Mittwoch,den 25.03.1998

Unterricht einmal etwas anders!
Dass insbesondere der Unterricht, der nicht im Klassenraum stattfindet, von den Schülern als besonders interessant empfunden wird, zeigen folgende Beispiele wieder einmal ganz deutlich:
Unter Leitung von Herrn Wippermann besuchte die Klasse 9b am 8.10.97 die alte Steinwache in Dortmund, die zu NS Zeiten ein Gestapogefängnis und als ‘Hölle Westdeutschlands’ bekannt war und heute ein  Museum ist. Die SchülerInnen waren erschüttert, welches Schicksal die von 1933 bis 1945 hier aus politischen Gründen inhaftierten rund 30.000 Männer und Frauen erlitten; brutale Folter und psychologischer Druck waren alltägliche Dinge, denen man sich nicht entziehen konnte. ”Man muss dies wirklich einmal gesehen und Berichte von Zeitzeugen gehört haben, wenn man wissen will, wieviel Tapferkeit Menschen brauchten, die damals gegen die Nazis waren. Das kann uns heute auch Mut machen!” meinte eine Schülerin.

Geschichte hautnah!
Der Lk Geschichte der Jahrgangsstufe 12 mit seinem Lehrer M. Pradel ließ Geschichte vor Ort lebendig werden, als man den Unterricht zum Thema Ständeordnung und Zunftwesen aus der Schule heraus in das Zentrum von Lippstadt verlegte. In den Räumen des historischen Metzgeramtshauses wurde versucht, einen konkreten Einblick in die sozialen, politischen und privaten Lebensumstände der frühen Neuzeit zu bekommen. Die Lippstädter Fleischhauerzunft bietet sich als geradezu typisches Beispiel an, ist das Amtshaus an der Dunklen Halle doch das einzige noch heute in seiner ursprünglichen Funktion genutzte Zunfthaus in Deutschland. Die Mitglieder dieses letzten noch existierenden Metzgeramtes pflegen eine über 400-jährige Tradition, die nahezu lückenlos dokumentiert ist. Transparent wurde die Geschichte der Fleischauerzunft in Lippstadt mittels einer sachkundigen Führung und eines anschaulichen Vortrags durch Wolfgang Brülle, der als ein Mitglied dieser Zunft diese Tradition vor dem Hintergrund der Stadtgeschichte verständlich machen konnte. Die SchülerInnen nutzten die Gelegenheit und stellten ihre Fragen an die Geschichte.

Herbst in Wort und Bild war das Unterrichtsthema der Klasse 8a im Deutschunterricht bei Frau Kramer. Vorgegebene Gedichte sowie eigene Texte der Schüler und Schülerinnen wurden bildlich dargestellt bzw. unterlegt. Die Ergebnisse dieser Unterrichtsreihe konnten in einer Ausstellung in der Schule und auch der Volksbank Benninghausen angesehen werden. Diese - herbstlichen - Schülerarbeiten befinden sich nun auf dem Weg nach dem bereits recht winterlichen Sibirien!!!!

Kundig in Erdkunde - und das am GSO einmal anders:
Kurzexkursionen vor Ort und bilingualer Unterricht werden in Zukunft das Fach Erdkunde (noch!) interessanter gestalten; entsprechend den Beschlüssen der letzten Fachkonferenz sind in diesem Schuljahr bereits Taten gefolgt. - So hat R. Margott mit dem Gk Erdkunde der Jahrgangsstufe 13 Themenbereiche der Stadtgeographie im Süden Lippstadts untersucht und die beiden Kurse der Jahrgangsstufen 12 und 13 waren mit ihm in Dortmund, um dort an ausgesuchten Standorten den Strukturwandel des Ruhrgebietes zu studieren: Hochöfen, Walzwerke, stillgelegte Bergwerke, Bergmannssiedlungen, Halden, moderne Verteilerzentren oder die Universität und das Technologiezentrum live zu erfahren ist eben ganz anders als darüber nur im Buch oder Atlas zu arbeiten.
Ch. Köster, G. Liedtke-Müller und R. Margott planen für die Mittelstufe eine Fahrt in die Niederlande/Uden, um dort Probleme der modernen Gewächshauskulturen aus eigener Anschauung kennenzulernern.
Ganz neu wird der Versuch von G. Liedtke-Müller sein, im Rahmen des Wahlpflichtbereiches der Mittelstufe die Fächer Englisch und Erdkunde miteinander zu verbinden und Themenbereiche im Unterricht zu behandeln, die der ‘normale’ Erdkundeunterricht nicht abdecken kann.

Noch besser ist Schule natürlich, wenn man auf ‘großer Fahrt’ mit der ganzen Klasse ist.
An die Nordseeküste, genauer gesagt nach Langeoog, hatte es in der Wanderwoche die Klasse 7a getrieben. Ja, und Wasser hatten die 27 Landratten zusammen mit ihren Lehrern W. Brülle und E. Nuphaus mehr als genug. Nicht nur, daß sie sich auf der Insel ringsum vom Meer umgeben sahen; durchnässend kam hinzu, daß auch die Luft so voll von Wasser – sprich Regen – war, daß man mehrmals in den 5 Tagen bis auf die Haut naß wurde. Das aber tat der Stimmung keinen Abbruch; Inselralley, Strandwanderungen und Wattführung fanden einfach statt, und alle hatten ihren Spaß daran. Als dann abends auch noch “Mr Nordsee” gekürt wurde und Käpt’n Blaubär zu Besuch kam, wollte kaum einer am Freitag nach Hause – oder wieso war der Bus nicht zur Stelle, um die Gruppe wieder nach Overhagen zu bringen?
Die Klasse 7b fuhr mit Frau Morfeld und Herrn Pradel nach Hude bei Bremen. Neben einer Stadtführung durch Bremen  machten die SchülerInnen auch eine Moorwanderung und besuchten das Überseemuseum. Höhepunkt war aber der Besuch im Naturkundemuseum in Oldenburg, als man mit (Frau) Morfeld Moorleichen bestaunte!
Die Klasse 10b fuhr mit Frau Kramer und Herrn Thiemeyer in den Schwarzwald.  Besichtigt wurden u.a. Freiburg und Straßburg sowie auch das KZ Struthof; eine Wanderung um den Titisee war natürlich unumgänglich.
Die Studienfahrt der Jahrgangsstufe 13 führte in diesem Jahr in die Toscana. Die ersten zwei Tage verbrachten die SchülerInnen und die begleitenden Lehrer Frau Köster, Herr Pradel und Herr Schmidt in Florenz, dem politischen und kulturellen Zentrum der Region. Neben einer Stadtführung und einem Besuch in den Uffizien blieb genügend Zeit, die Stadt eigenständig zu erkunden. Für den Rest der Woche war die Gruppe dann in einer Bungalowsiedlung in Marina di Massa, direkt am Meer, untergebracht. Von hier aus ging es in Tagestouren nach Siena, San Gimignano, Lucca, Pisa und zu den Marmorbrüchen um Carrara. Die Besonderheiten dieser landschaftlich eindrucksvollen Region Europas werden sicher vielen Schülern durch die Fahrten in Erinnerung bleiben. Zum Programm gehörte auch der Besuch eines Weingutes. Nach einem Spaziergang durch die Weinberge, stand hier neben einer Weinprobe auch die Olivenernte und -verarbeitung im Mittelpunkt der Führung. Den Abschluß der Fahrt bildete eine Bootsfahrt entlang der eindrucksvollen Küste von Cinqueterre in Ligurien mit dem Besuch einiger Dörfer, die auch heute noch z.T. nur vom Meer aus  erreichbar sind.

Auch die Schulkonferenz befasste sich mit dem Thema Klassenfahrten - allerdings primär mit den finanziellen Aspekten, die dann noch relevanter sein können, wenn sich die Kosten durch die Verringerung der Teilnehmerzahl  erhöhen können. Hier wurde darauf hingewiesen, dass, falls möglich, eine Reiserücktrittskostenversicherung abgeschlossen werden soll. Falls ein(e) Schüler(In) wegen höherer Gewalt (z.B. Krankheit) kurzfristig seine(ihre) Teilnahme absagen muss, wird wie folgt verfahren: Die Fahrtleitung bemüht sich, die hierdurch entstehenden Kosten so gering wie möglich zu halten. Falls sich bei der genauen Abrechnung nach der Fahrt ein Überschuß ergibt, ist er zur Abdeckung der zusätzlichen Kosten zu verwenden. Eine Hälfte der Restsumme wird von den Fahrtteilnehmern, die andere Hälfte von dem (der) Betroffenen bzw. den Eltern übernommen.

Englandaustausch 1997:
Von seiner Schokoladenseite zeigte sich nicht nur das Wetter, sondern auch ein Museum in Köln, wo 46 Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschule im englischen Reading verfolgen konnten, wie aus den Früchten der Kakaopflanze schließlich ein Schokoladenweihnachtsmann wird. Der 10-tägige Aufenthalt in den Familien ihrer deutschen Partner aus den Klassen 8 und 9 war für die jungen Briten sicherlich ein Erlebnis. Neben dem offiziellen Programm mit Ausflügen und Besichtigungen ist es nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz der deutschen Gastfamilien zu verdanken, daß der »German exchange« auch in diesem Jahr wieder eine große Bereicherung für alle Beteiligten darstellte. Viele neue Freundschaften wurden geschlossen, Kontakte aufgebaut, und manche Familie hat seitdem ein zusätzliches Kind gewonnen. Kein Wunder, daß es beim Abschied Tränen und traurige Gesichter gab – was könnten sich die Organisatoren des Austauschs mehr wünschen. Jetzt fiebern 46 + 2 Overhagener dem April 1998 entgegen, wenn es heißt: »England, here we come«.

Einladung aus Uden:
Die Schulpartnerschaft des GSO- mit dem Comeniuscollege ist nach wie vor aktiv! Brandneu ist die Einladung der Eltern aus Uden an die Eltern unserer Schule zu einem Gegenbesuch. - Als Termin ist ein Sonntag im Frühjahr 1998 vorgesehen. Um Kosten zu sparen und um den Aufenthalt in Uden flexibel zu gestalten, soll mit dem eigenen PKW (Fahrgemeinschaften) gefahren werden. - Die Organisation liegt wieder in den Händen von Jaques Brouwer und Ralf Margott. - Alle Eltern, die Interesse an der Fahrt nach Uden im Frühjahr 1998 haben, melden sich bitte - unverbindlich - im Büro unserer Schule (Tel.: 02941/10566). Für persönliche Anfragen steht R. Margott jederzeit zur Verfügung.

Tischtennis-Kreismeisterschaft der Schulen:
Bei der Tischtennis-Kreismeisterschaft der Schulen am 23. und 30.10.97 konnten unsere Schulmannschaften die großen Erfolge des letzten Jahres noch übertreffen.
In der Wettkampfklasse I (Jahrgänge 1978 - 1982) wurde unsere Jungenmannschaft in der Besetzung: A.Nübel, Lu. Bauer, Ch. Marticke, Lo. Bauer, M. Lagarde, St. Salmen und St. Heidenreich nach einer starken Leistung im Endspiel gegen die Mannschaft des Evangelischen Gymnasiums mit 5:4 Erster Sieger.
Auch in der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 1985 - 1987) errang unsere Jungenmannschaft – verstärkt duch ein “starkes” Mädchen – in der Aufstellung: J. Streffing, J. Rieber, F. Fischer, M. Voß, S. Chudalla und Ch. Höfer gegen die Mannschaft der Realschule Geseke (Endergebnis: 5:2) den Kreimeistertitel.
Der Glanzpunkt des letzten Jahres (2. Platz bei der Westfalenmeisterschaft), unsere Mädchenmannschaft der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 1983 - 1986), in der Aufstellung: S. Nübel, A. Langer, I. Titze, Ch. Langer, R. Nottelmann, K. Wittrock und J. Schomacher wurde kampflos Kreismeister, da die Mannschaft des Gymnasiums Erwitte nicht antrat, und qualifizierte sich dadurch für die nächste Runde auf Bezirksebene.
Unsere Jungenmannschaft der Wettkampfklasse III (A. Czempiel, M. Füser, K. Korthals, R. Azzarone, A.Janßen, B. Rüschoff und T. Wittrock) belegte in einer starken Konkurrenz einen beachtlichen 2. Platz.
Urkunden und Pokale sind in einer Vitrine in der Pausenhalle unserer Schule zu besichtigen.
Die Einzelkreismeisterschaften Schwimmen (22.10.97 im Hallenbad Lippstadt) war für unsere Schüler auch wieder sehr erfolgreich: Drei erste Plätze belegten M. Kemper und H. Fischer; zwei erste Plätze belegte U. Schiwek! Einen ersten Platz belegte A. Laux und einen zweiten S. Kämper. Zwei dritte Plätze wurden von L. Bökmann und ein dritter Platz von A. Schlüter belegt.
Allen Beteiligten unseren Herzlichen Glückwunsch!!!

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Verantwortlich für den Inhalt:
Die Schulleitung des GSO
Redaktion: G. Liedtke-Müller

 

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