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Elternbrief Nr.15/4. Jahrgang Aus dem Schloss geplaudert... Overhagen, den 05. Juni 1998
Wichtige Termine: 20.06.1998: Schulfest am GSO von: 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr (organisiert von SchülerInnen der Jahrgangsstufe 12!) 24.06.1998: letzter Schultag
Die Tischtennis-Mädchen des GSO trafen nach ihrem Gewinn der TT-Westfalenmeisterschaft in der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 1983-1986) bei den Landesmeisterschaften der Schulen in Steinfurt auf den Sieger des Landesteils Nordrhein, die Mannschaft des Städtischen Gymnasiums Kleve. In diesem Landesfinale konnte sich das von Andreas Nübel und Reiner Klör gecoachte Team mit 7:2 durchsetzen und damit die Landesmeisterschaft erringen!! Dieser bisher größte Erfolg einer Mannschaft in der Schulsportgeschichte des GSO bedeutete zudem die Teilnahme am Bundesfinale des Wettbewerbs ”Jugend trainiert für Olympia, das vom 5. bis 9. Mai 1998 in Berlin stattfand. - Das Bundesfinale war für unsere Mädchen ein tolles Erlebnis. An zwei vollgepfropften Wettkampftagen wurden in der Messehalle 2 die Bundessieger in vier Wettkampfklassen bei den Jungen und Mädchen ermittelt. Unsere Mannschaft in der Aufstellung: Simone Nübel, Andrea Langer, Ina Titze, Christian Langer, Regina Nottelmann, Katharina Wittrock und Julia Schomacher hatte eine schwere Auslosung erwischt, schaffte es aber dennoch einen beachtlichen 9. Platz zu belegen. Der hohe Stellenwert der Leistung unserer Mannschaft ist insofern hervorzuheben, da bei den vorderen Plazierungen überwiegend Mannschaften von Sportgymnasien bzw. Sportschulen vertreten waren, gegen die sich unsere Mädchen also bravourös behauptet haben. Um so erfreulicher ist es - so wollen wir hier an dieser Stelle feststellen - dass für die o.g. SchülerInnen, abgesehen von der regelrecht inszenierten Siegerehrung mit ihrem ausgezeichneten Rahmenprogramm ( moderne Sportarten wie Aerobic, Inlineskating, Twirling präsentierten sich u.a. ebenso wie Europameister im Geräteturnen und Weltmeister im Rhönrad und Kunstradfahren) auch noch die Möglichkeit bestand am letzten wettkampffreien Tag Berlin kennenzulernen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg!!!
Schüleraustausch am GSO
Nach dem Motto ”Reading - here we come!” machten sich am 20.04.1998 die Overhagener Schüler auf zum Gegenbesuch ihrer englischen Partner. 47 SchülerInnen reisten in Begleitung von Herrn Brülle und Frau Allgaier via die Niederlande, Belgien und Frankreich ihrem Ziel entgegen. Auf der Fähre konnten dann auch die ersten Pfunde (£ !) in ”Fish and Chips”, ”Cider” oder ”A cup of tea” umgesetzt werden. Die erste Aufregung entstand, als die ”White Cliffs of Dover” in Sicht kamen und stieg dann konstant an, bis das Ziel erreicht war. Die englischen Freunde warteten schon ungeduldig und das Zuhause für die nächsten 10 Tage wurde stolz präsentiert; vor allem Blümchentapeten, gemusterte Sofabezüge und sonstige typisch englische Einrichtungsgegenstände erregten das deutsche Interesse. In den nächsten Tagen ging es dann auf Besichtigungstour: Hampton Court, wo viele herumirrten und den Irrgarten suchten, Bath, wo sich ein Schüler in alten römischen Bädern nasse Füße holte; Eton, wo vor allem die Studenten mit ihren pittoresken Fräcken für Aufsehen sorgten; London, wo verzweifelt Toiletten gesucht wurden, die Lehrer bei ”The Beauty and The Beast” ein Nickerchen machten und die Schüler im ”London Dungeon” Jack the Ripper und anderen sympathischen Zeitgenossen einen Besuch abstatteten; Oxford, wo eine Gruppe einem älteren Professor aus Höflichkeit stundenlang lauschte, der mit Hingabe die Glasfenster einer Kapelle bis ins letzte Detail beschrieb. Der Schulbesuch verlief natürlich weniger aufregend, aber die Schüler erhielten einen informativen Einblick in das englische Schulsystem. Abends wurde der Rest an Energie auf Feten aufgebraucht. Als die Abreise am 29.4.1998 erfolgte, flossen reichlich Tränen, letzte Photos wurden gemacht und Versprechen für weitere private Besuche ausgetauscht. Die Heimfahrt verlief dann nicht, wie von den Lehrern erhofft, ruhig mit schlafenden, da erschöpften Schülern, nein, es wurde aus voller Kehle gesungen - manchmal auch mehrere Lieder gleichzeitig - bis die Lehrer mit Kassetten von Nirwana drohten!. Für ein lustiges Intermezzo sorgte schließlich noch der Busfahrer, der aus Kostengründen nicht genügend getankt hatte und der Bus auf der Autobahn stehenblieb. Zur Strafe mußte er zu Fuß einen 20l Kanister zum Bus zurückschleppen.
Bereits zum dritten Mal fand ein Schüleraustausch von SchülerInnen der Jahrgangsstufe 11 mit dem Comenius College Uden in den Niederlanden statt. Insgesamt 20 Overhagener SchülerInnen fuhren im April mit Frau Nuphaus und Herrn Hemsing, um Lippstadts Partnerstadt und die Overhagener Partnerschule zu besuchen. Die Niederländer hatten sich für ihre deutschen Gäste ein interessantes und unterhaltsames Programm einfallen lassen: so lernten die Overhagener zunächst die Stadt Uden in einem Stadtspiel kennen und sahen beim Besuch von Europas größtem CD Hersteller EMI modernste Produktions- und Vertriebstechniken. In Amsterdam wurde das Anne Frank Haus besucht und die Grachten der Innenstadt per Tretboot erkundet. Natürlich wurde auch gemeinsam mit den niederländischen Schülern Unterricht gemacht, z.B. über die Diskriminierung von und den Umgang mit Minderheiten. Die offizielle Kommunikationssprache war übrigens Englisch! (“Ich habe nachher schon in Englisch geträumt.” sagte eine Schülerin auf der Rückfahrt.) Neben den kulturellen und schulischen Schwerpunkten war der Besuch für viele unserer Schüler aber vor allem so beeindruckend, weil sie in diesen fünf Tagen Freundschaft mit ihren niederländischen Partnern schließen konnten. Am Rückfahrtstag wollte das Abschiednehmen kein Ende nehmen und mittlerweile haben schon einige der Niederländer ihre deutschen Partner aus Overhagen besucht. Wie man hört, wollen auch einige der deutschen Schüler ihre niederländischen Freunde in den Sommerferien besuchen. Wir freuen uns jetzt schon auf den fünftägigen Gegenbesuch unserer niederländischen Partner im September mit ihren Lehrern Bert Creemers und Peter Hurkens.
Alle guten Dinge sind bekanntlich drei und das dritte europäische Land in dem sich Schüler und Lehrer tummelten war Schweden, das im Rahmen des Sokrates Projektes von den Lehrern Frau Kramer und Herrn Hüsgen, den SchülerInnen Andreas Schneider, Robin Petzold, Robin Rudat (Alle Jahrgangsstufe 12), Kim Tolputt und Julia Klaus (Klasse 7) besucht wurde. Am 9.5. 1998 fuhr die Gruppe um 6.00 Uhr morgens in Esbeck ab und erreichte nach rund 12 Stunden Fahrt das Ziel ‘Lund’. Die Fahrt war wunderschön, man hatte herrliches Wetter, sah interessante Landschaften und riesige Rapsfelder. In Lund wartete ein arbeitsreiches Programm auf die Overhagener das, so die beiden Lehrer, ohne die äußerst tatkräftige Hilfe der o.g. SchülerInnen gar nicht zu bewältigen gewesen wäre. So wurde am Sonntag gemeinsam von 9.00 bis 21.00 Uhr die Ausstellung aufgebaut: Die informativen und anspruchsvollen Projekte zeigten, wie auch das gut gemischte Publikum bewies, eine gelungene Mischung; so wurde die Stadtgeschichte Lippstadts und Eickelborns dokumentiert, das tägliche Leben von SchülerInnen des GSO gezeigt und das Qualta Projekt - Kinderspiele in Schweden , den Niederlanden und Deutschland vorgestellt. Dank der fleißigen Töpfertätigkeit der SchülerInnen von Frau Cibis besitzt jetzt sogar der Schuldezernent von Lund eine Kachel mit dem Lippstädter Rathaus. Da die Tage so voll gestopft waren mit Arbeit, mußte noch ein guter Teil der Nacht für Konferenzen über die weitere Zusammenarbeit zwischen den Schulen geopfert werden. Die Resultate lassen jedoch weitere interessante Dinge erhoffen, so daß der Arbeitseinsatz sich gelohnt hat und alle Beteiligten in der Dienstagnacht, nach langer Fahrt, erschöpft aber zufrieden wieder in Deutschland ankamen.
Um Brücken zu unseren europäischen Nachbarn zu bauen, bemühen wir uns am GSO ja sehr, aber auch die Daheimgebliebenen waren nicht faul und haben den Brückenbau versucht. Der erste Schritt war allerdings, eher Max und Moritz gleich, die alte Brücke über die Gräfte abzureißen. Wilhelm Busch hätte seine wahre Freude daran gehabt zu sehen, wie sich ein tatkräftige Gruppe von Lehrern ( die Herren Ruess, Schulte, Margott, Thiemeyer und Hänsch) mit Rat -und vor allem Tat - unterstützt von Herrn Harlinghausen und dem Bruder von Herrn Ruess - daran machten, die alte Brücke abzureißen. Mutig und unverzagt machte man(n) sich ans Werk. Liegt es nun daran, daß Lehrer doch oft Theoretiker sind oder war es einmal der Wunsch, das ‘Titanic-Feeling’ zu erleben, diese Frage bleibt leider ungeklärt, aber Tatsache ist, daß man(n) es sich nicht nehmen ließ, mitsamt der Brücke in die Gräfte zu stürzen. Nun mußte auch noch Frau Schulte am Tatort erscheinen und die Herren mit trockenen Hosen versorgen! Aber Lehrer sind hart im Nehmen, das zeigte sich auch hier, und nach einer Stärkung mit belegten Brötchen und Kaffee - extra aus Wadersloh eingeflogen - wurde das Ganze schließlich zu einem guten Abschluß gebracht, so daß nach den Osterferien alle die neue Brücke bestaunen und natürlich benutzen konnten.
Nervensägen hat man in der Schule ja eigentlich schon genug - sollte man meinen, aber die neuformierte Kabarett-AG des GSO unter der Leitung von Hans-Peter Königs war da ganz anderer Meinung! Mit der Geschichte um Gabi und Jürgen, deren Trennnungs-, Familien- und Heiratsproblemen gelang, den frisch gebackenen Kabarettisten ein amüsanter Einstand. Im Rahmen des Schulfestes wird dieses Stück auf der Schloßbühne noch einmal gezeigt - man sollte es sich nicht entgehen lassen.
Im GSO finden am 18. /19. und 22./23 Juni finden vormittags die Projekttage statt. Das Themenspektrum reicht von Schnellkursen in diversen Sprachen über Theater, Kunstprojekte, die Erarbeitung von Lektüren, der Einführung ins Internet, dem Erstellen einer HOME-PAGE bis hin zu Sportgruppen wie Beach-Volleyball, Tennis für Anfänger etc. Rund ein Viertel der Angebote gehen von den Schülern aus. Da am Samstag das Schulfest ist, erfolgt dieses Mal keine Präsentation im großen Stil.
Eigentlich sollte zum Schluß eine Glosse oder ähnliches stehen, aber in diesem Elternbrief gehen wir - mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf ein Jubiläum und einen Abschied ein: Frau Oldenkott, unsere Schulsekretärin, begeht Anfang Juni ihr 25-jähriges Dienstjubiläum und geht Ende des Schuljahres in den Ruhestand. Für viele SchülerInnen war sie erste Kontaktperson unseres Gymnasiums und half ihnen durch ihre offene, verständnis- und humorvolle Art über manche “Hemmschwelle” hinweg. Wir sagen ihr herzlichen Dank für das, was sie mit großem Einsatz und auf vielfältige Art und Weise für unsere Schule getan hat. Für die jetzt beginnende Lebensphase wünschen wir ihr alles Gute, Gesundheit, sowie viele neue und schöne Eindrücke. Zu Beginn des neuen Schuljahres wird Frau Bertelsmeier Frau Oldenkotts Aufgaben übernehmen. Wir kennen sie schon lange und sind sicher, daß der Wechsel wenig Veränderung bedeutet. Wir begrüßen Frau Bertelsmeier herzlich als neue Schulsekretärin und wünschen ihr gute Nerven für die Arbeit in Raum 3. Die Stelle von Frau Bertelsmeier wird Frau Malankowski übernehmen. Wir begrüßen auch sie herzlich und wünschen ihr einen guten Start.
__________________________ Verantwortlich für den Inhalt: Die Schulleitung des GSO Redaktion: G. Liedtke-Müller
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