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GYMNASIUM SCHLOSS OVERHAGEN

 

Elternbrief Nr.20/5. Jahrgang
Aus dem Schloss geplaudert...
Overhagen, den 26. August 1999

Rückblick:

Unser Schlossgartenfest   -   Highlight am Schuljahresende!
Das Schlossgartenfest vom Juni war eine großartige Angelegenheit! Noch nie hatten so viele Menschen den Weg zum Gymnasium Schloss Overhagen gefunden. Ralf Margott hatte mit einem harten Kern von einigen Schülern und Eltern sowie einsatzbereiter Nachbarn aus Overhagen und Dank tatkräftiger Unterstützung durch ehemalige Schüler ein Riesenspektakel inszeniert. Acht Kapellen mit über 100 Musikern aus Lippstadt, Uden und Stirpe hauten auf die Pauke und hatten rund 4.000 Besucher auf das Schlossgelände geholt. Mit einem Kran konnte man hoch über Overhagen schweben, einem Schmied bei der Arbeit zusehen oder erleben, wie einer alten Feuerwehr im Löscheinsatz die Schläuche platzten. Viele waren aber auch gekommen, um auf einer echten Harley oder einem uralten Trecker zu fahren . Auf dem Trödelmarkt wollten sie ein echtes Schnäppchen machen oder ein Los aus der Tombola erwerben, denn es gab tolle Preise zu gewinnen, z.B. eine Fahrt mit einem Heissluftballon oder eine Tagesfahrt nach Uden, Lippstadts Partnerstadt in den Niederlanden.
Neben vielen weiteren Höhepunkten gab es aber vor allem noch zwei weitere Attraktionen, die so viele Besucher anlockten: die hervorragende Dokumentation über den Ort Overhagen, das Schloss und die Schule sowie die aus Anlass des Schlossgartenfestes herausgebrachte CD, auf der u.a. auch wesentliche Teile der Dokumentation festgehalten wurden. Die CD kann nach wie vor über das Sekretariat unserer Schule bezogen werden. (Tel. 02941-10566)

Es war klasse bei CLAAS
...
so kommentierten die Schüler der  Jahrgangsstufe 11 den Besuch bei der Firma CLAAS in Harsewinkel kurz vor den Zeugnissen. Zusammen mit ihren Lehrerinnen Frau Morfeld und Frau Nuphaus  konnten die SchülerInnen bei einem Gang durch die Werkshallen verfolgen, wie aus einem Metall von der Walze schließlich ein grüner Mähdrescher entsteht. In der Ausstellungshalle und durch  Vortrag und Film wurde ihnen die historische Entwicklung der Erntemaschinen seit vorindustrieller Zeit verdeutlicht. Die computer- und satellitengestützte moderne teilflächenspezifische Bewirtschaftung von Böden mit verschiedenen Standortbedingungen (precision farming) vermittelte einen Eindruck von der Agrartechnik der Zukunft. Das von den Brüdern CLAAS in Harsewinkel gegründete Unternehmen liefert seine Mähdrescher, Feldhäcksler, Pressen und Spezialmaschinen (z.B. für die Zuckerrohr-, Hirse- und Reisernte) heute rund um den ganzen Globus. Mit der Expansion des Unternehmens einher ging die Auffächerung und Veränderung der Qualifikationsanforderungen für die Mitarbeiter der Firma. Das Spektrum der technischen, kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Berufsfelder diskutierten die Schüler im zweiten Teil ihres Besuches u.a. mit dem Firmendirektor  Herrn Messinger, der selbst Schüler am GSO war und diesen Besuch somit gerne ermöglichte. Dabei erhielten unsere Schüler auch viele wichtige Informationen über Ausbildungs- und Studienvoraussetzungen, die sicherlich für den einen oder anderen der Jahrgangsstufe nützlich für die Berufsentscheidung sein können.

Mobile Waldschule auf dem Schlossgelände
Einen ganz anderen Besuch machten die SchülerInnen der Klassen 5 bis 7, denn sie hatten die mobile Waldschule auf dem Schlossgelände zu Gast. Auf Anregung einer Schülermutter aus der Klasse 5 und unterstützt durch die Tatkraft des Kollegen Ruess - ein passionierter Jäger - wurde den Kindern Flora und Fauna des hiesigen Waldes nähergebracht. So konnten sie ausgestopfte Tiere, Baumrinden, Tierfußabdrücke und Felle von Fuchs und Wildschwein begutachten. Dieses war sicherlich eine sehr interessante Biologiestunde. (Die Mobile Waldschule wurde übrigens von der Kreisjägerschaft Soest angeschafft und wird allen Schulen auf Anforderung kostenlos zur Verfügung gestellt.)

Overhagener“Urgestein”im Ruhestand.
Am letzten Schultag des alten Schuljahres verabschiedete Schulleiter Ewald Wippermann OStR Werner (“Max”) Gorski in den Ruhestand. Fast 33 Jahre hatte er Latein, Sport und bei Bedarf auch Mathematik am Gymnasium Schloss Overhagen unterrichtet. In der Aufbauphase unserer Schule kümmerte er sich vor allem um das Fach Sport und gestaltete so das Gesicht unserer Schule mit. Viele SchülerInnen schätzten seine etwas rauhe aber gradlinige und menschliche Art.
Schule und Schulträger dankten ihm für seinen langjährigen Einsatz und überreichten ihm als Abschiedsgeschenk einen Baum, gleichzeitig Symbol für mehr Muße und für den Beginn eines neuen Lebensabschnittes.

Stationslauf zum Thema “Das Lernen lernen”
Ihr theoretisches Wissen setzten die SchülerInnen des Leistungskurses Erziehungswissenschaften in die Praxis um, indem sie mit den neuen Fünftklässlern ein kleines Projekt zum Thema “Das Lernen lernen” durchführten. Sie hatten vor den Sommerferien auf der Basis ihrer Kenntnisse über das Lernen 7 Stationen konzipiert, die den neuen Gymnasiasten helfen sollten, ihr eigenes Lernen selbstständig zu organisieren. Neben Aufgaben und Gesprächen in kleinen Gruppen gab es auch Konzentrations- und Entspannungübungen sowie einen kleinen Imbiss. Zu hoffen bleibt, dass zumindest einige der Erfahrungen dieses gelungenen Vormittages das weitere Lernen der “Großen” und “Kleinen” günstig beeinflussen werden.

Ausblick

“Die Neue” stellt sich vor
Mein Name ist Heike Körte und ich wurde 1967 in Wolfenbüttel geboren. In Meppen - mitten im Emsland - wuchs ich auf. Nach dem Abitur machte ich zunächst eine Lehre als Bankkauffrau, sagte mir aber dann, dass das doch nicht alles gewesen sein könne und fasste den Entschluss ein Studium zu beginnen. 1990 begann ich also an der Universität Münster und belegte meine ehemaligen Leistungskursfächer Englisch und Latein; im Dezember 1996 schloss ich mein Studium in Göttingen ab. Im Februar 1997 begann ich dann mein Referendariat am König Wilhelm Gymnasium in Höxter, das dem Studienseminar Detmold angehört. Zu Beginn des Schuljahres 1999/2000 begann ich nun meine Lehrtätigkeit hier am GSO. - Mein Hauptanliegen ist es der lateinischen Sprache zu mehr Lebendigkeit zu verhelfen.

Sonnenfinsternis
Gesichter verfinstern sich ja an der Schule auch gelegentlich - dieses Phänomen ist ab und an bei Schülern und auch Lehrern anzutreffen, aber am 11. August dieses Jahres verfinsterte sich sogar die Sonne! Hier in unserer Region konnten wir die Sonnenfinsternis recht genau verfolgen, denn schließlich hatten wir vergleichsweise Glück mit dem Wetter und konnten vom Schulhof aus verfolgen, wie sich der Mond langsam aber stetig vor die Sonne schob. Wir konnten zwar keine totale Finsternis, aber doch immerhin eine 92-prozentige sehen. Geschützt waren sowohl Schüler als auch Lehrer, da in den Tagen zuvor eifrig Spezialbrillen gebastelt worden waren - der Kollege Klör hatte mit tatkräftiger Unterstützung der Sekretärinnen  dafür gesorgt, dass entsprechendes Material bestellt worden war.
Schüler und Lehrer genossen sichtlich diese doch sehr praktisch orientierte Unterrichtsstunde auf dem Schulhof und vor dem Schloss: Es wurde zwar nicht richtig dunkel, so wie man es auf den zwei Fernsehern, die in der Pausenhalle aufgestellt worden waren, von anderen Regionen sehen konnte, aber die eigentümlichen Lichtverhältnisse und der spürbare Temperaturabfall waren ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

Eine Anmerkung zum Schluss:
Der Vortrag von Prof. Klemm zum Thema “Wie gut sind unsere Schulen - eine kritische Bestandsaufnahme” muss wegen Krankheit des Referenten leider verschoben werden.

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Verantwortlich für den Inhalt:
Die Schulleitung des GSO
Redaktion: G. Liedtke-Müller

 

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