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GYMNASIUM SCHLOSS OVERHAGEN

 

Elternbrief  Nr.21/5. Jahrgang
Aus dem Schloß geplaudert...
Overhagen, den 28. Oktober 1999

Rückblick:

GSO-Losgewinner erster Besucher beim neuen Bürgermeister in Uden!
Beim Schlossgartenfest im Juni wurden 50 Freifahrten nach Uden verlost und keiner der glücklichen Gewinner konnte damals wissen, dass die Fahrt am 18.9.99 im Rahmen der Städtepartnerschaft Lippstadt-Uden ganz besondere Akzente setzen würde.
Die 50 Losgewinner vom GSO waren die ersten Besucher aus Lippstadt beim neuen Bürgermeister Joseph Vos. Noch nie zuvor war eine Besuchergruppe aus Lippstadt so bunt gemischt und stellte damit einen echten Querschnitt durch die Bevölkerung dar. Und schließlich gab es bei herrlichem Wetter ein tolles Programm mit Kaffeetrinken, Einkaufen, Bummeln, Stadtrundgang, Theaterbesichtigung, Gesprächen, einem Museumsbesuch und einer Rundfahrt durch neue Gewerbe- und Wohngebiete der Partnerstadt Uden.

“Biodetektive am Gymnasium Schloß Overhagen”
- so hieß am 21.10.99 eine Sendung, die das Bürgerradio sendete.
Schüler des Leistungkurses Biologie des Abiturjahrgangs 99, Frau Distler als die verantwortliche Lehrerin des Leistungskurses und Frau Schorn, sie hatte bei den Experimenten mitgeholfen, stellten zwei Versuche zur Gentechnologie vor und erläuterten, weshalb sie das Thema ‘Gentechnologie’ als ein wichtiges Thema in der Schule erachten.
Die Versuche wurden in diesem Jahr zum ersten Mal an unsere Schule durchgeführt. Der entscheidende Versuch verdeutlichte das “DNA-Fingerprinting”, den genetischen Fingerabdruck, der zur Identifikation eines Menschen verwendet wird.

Eine bemerkenswerte Frau auf der Schloßbühne des GSO
Im Rahmen ihrer Tour durch Deutschland las die Journalistin und Autorin Ruth Weiss auf der Schloßbühne aus ihrem Buch “Reise nach Gabarone”. Die Geschichten schildern Erlebnisse, die Ruth Weiss in ihrem langen Leben - sie ist inzwischen 75 Jahre  - auf dem südafrikanischen Kontinent hatte. Erlebnisse, die ohne Zweifel zu den einschneidensten dieses Jahrhunderts gehören: Emigration als Jüdin, Erfahrungen mit der Apartheid, Ausbürgerung und Rückkehr nach Südafrika.
Begeistert und beeindruckt zeigten sich der SchülerInnen der Jahrgangsstufen 10 und 11 über Mut, Wissen und Herzlichkeit der zierlichen, leisen Frau und dankten ihr mit anerkennendem Beifall für ihr Kommen.

Die Wanderwoche am GSO!
Wie in jedem Jahr machten sich auch in diesem Schuljahr wieder eine ganze Anzahl von Klassen auf den Weg in die Ferne.

Die Klassen 5a und 5b begann am Dienstag mit einer Fahrt ins Freilichtmuseum Detmold. Am Nachmittag wurden die Greifvögel  in der Adlerwarte Berlebeck beim Beutegreifen beobachtet. Am Mittwoch stand das Stadtspiel auf dem Programm. In kleinen Gruppen wurde Lippstadt auf historischen Pfaden erkundet. Der Begriff ‘Wandertag’ wurde dann am Donnerstag wörtlich genommen und die 5a wanderte in Kallenhard am “Hohlen Stein”, die 5b im Belecker Wald. - Der Freitag wurde zu einer Rückbesinnung der vergangenen Tage genutzt. Die 5b erstellte an diesem Tag eine Zeitung; dies wird die 5a im Rahmen des Deutschunterrichtes noch nachholen.

Die Klassen 6a und 6b machten sich mit ihren Klassenlehrern Frau Morfeld und Herrn Schmidt sowie unter Verstärkung von Frau Wichert auf nach Prüm in der Eifel. Bei fast immer gutem Wetter haben sie eine Eifelrundfahrt mit dem Besuch der Gerolsteiner Sprudelfabrik  (natürlich mit Verköstigung von vielen Sprudelsorten) gemacht, die Glockengießerei in Brockscheid, die Eifeler Maare und den Nürburgring besucht. (Hier wurden dem Erlebniscenter mit Rennstrecke zum Ausprobieren und Fahrsimulatoren - bei denen die Schüler übrigens schneller waren als die Lehrer ! - und auch dem Rennsportmuseum ein Besuch abgestattet. Wanderungen durch die Eifel und ein Stadtspiel gehörten natürlich ebenso dazu wie ein Quiz am letzten Abend, bei dem man zeigen konnte, was man alles behalten hatte von der Fahrt.

Die Klassen 7a und 7b waren in Bielefeld. Nach der Ankunft und der Zimmerbelegung gab es zunächst die Wanderung zur Sparrenburg. Am nächsten Tag besichtigte man bei herrlichem Wetter die Adlerwarte  in Berlebeck. Von dort aus folgte die Wanderung zum Freilichtmuseum in Detmold, wo Fragebögen bearbeitet wurden. Minden und die Schleusenfahrt standen mittwochs auf dem Programm, anschließend stand der Besuch des Hubschraubermuseums in Bückeburg an. Donnerstags erfolgte die Rückfahrt über Lemgo mit Besichtigung des Hexenbürgermeiserhauses und des Junkerhauses.
Schade ist, dass sich die Gruppe, ganz gleich was ihr angeboten wurde, zumeist nur “berieseln” ließ, selbst so gut wie keine Initiative zeigte sondern lediglich abwartete, was die Lehrer ihnen denn böten und Begeisterungsfähigkeit weitgehend vermissen ließ. Die Wandzeitung, die nach der Wanderwoche angefertigt wurde, zeigt auch ganz deutlich: Wir haben dies und das gesehen ... aber kein Wort, ob es gefallen hat oder welche Eindrücke man mitgenommen hat. Es stellt sich für die begleitenden Lehrerinnen schon die Frage, ob das der Sinn einer Klassenfahrt ist!?

Die Klasse 8a besuchte am Mittwoch das Heinz-Nixdorf-Forum in Paderborn. Besichtigt wurde die Ausstellung über die Entwicklung der Schrift und der Rechenmaschinen bis hin zum modernsten Computer.
Am Donnerstag und Freitag nahmen die Klassen 8a und 8b am bewährten Gräfte-Projekt unter der Anleitung von Frau Waltermann teil. Kleinstlebewesen wurden aus dem Gräfteschlamm am Boden des Gewässers geholt, mikroskopiert und bestimmt. Erstaunen herrschte darüber, welches unbemerkte Leben doch im Mikrokosmos unser Gräfte lebt.

Die Klassenfahrt der 10a - ein feuchtfröhliches Unternehmen! Nach einer vierstündigen Busfahrt wurde Kampen in den Niederlanden erreicht und man ging an Bord der “Vrijheid” - ein symbolträchtiger Name! Die SchülerInnen versuchten sich im Radfahren, besuchten eine Seehundaufzuchtstation und natürlich den Strand. Mit dem Schiff brach man dann nach Stavoren auf; leider war es aber zu dem Zeitpunkt nicht mehr möglich auf dem Wattenmeer zu segeln, so dass es zurück auf das Ijsselmeer ging. Von Stavoren ging es weiter nach Enkhuizen, wo der Nachmittag mit einem Stadtbummel verbracht wurde. Den letzten Abend verbrachte die Mehrheit in einer Disko, andere blieben auf dem Schiff. Der Abend in der Disko war für viele ein sehr intensives Erlebnis, so dass es um so mehr überraschte, dass die Kochgruppe am letzten Tag trotz einer gewissen “Angeschlagenheit” doch noch ein essbares Frühstück zauberte. Zum Schluss machten sich dann alle schweren Herzens ans Saubermachen des Schiffes und ans Packen der - teilweise weit verstreuten - Sachen.

Ziel der fünftägigen Klassenfahrt der 10b war Berlin/Potsdam. In den vorangegangen Wochen dienten die Stunden des Politikunterrichtes ausschließlich der Erhellung des politischen, historischen und wirtschaftlichen Hintergrundes unseres Zielgebietes. Zusätzlich hatte Frau Liedtke-Müller auf Wunsch von Herrn Ruess die Klasse unter geographischem Blickwinkel über die eiszeitlichen Besonderheiten und Geländeformationen im Eberswalder Urstromtal informiert. In diesem Urstromtal befindet sich das Schiffshebewerk Niederfinow. Neben der Technik bot sich hier also bestes Anschauungsmaterial auch für geographische Besonderheiten. -  Ausgestattet mit einem Berliner Stadtplan sowie weiterem Informationsmaterial ging es also am Montag den 24.9. bereits um 6.30 Uhr los! Mit von der Partie als weibliche Begleitperson war Frau Kirsten Wippermann. Mittags wurde Potsdam erreicht, es folgte eine Stadtrundfahrt und die Besichtigung der Schlösser und Parks von Potsdam - Sanssouci mit Park, Schloß Cecilienhof, das Neue Palais. Erläuterungen gab der Reiseführer Herr Bärtling aus Berlin. Abends erreichte man dann die Jugendherberge Ernst-Reuter in Berlin Reinickendorf. Bereits auf der Fahrt dorthin gab es die ersten (Negativ-)Kommentare: “Viel zu viel Programm ...”) Am Dienstag startete dann (nach Meinung einiger Schüler zu einer unchristlich frühen Zeit - 8.30 Uhr!) die große Stadtrundfahrt in Berlin. Alle markanten Punkte bzw. Plätze der Stadt wurden angefahren und man war fünf Stunden lang beschäftigt. Der Rest des Tages war freigestellt für Erkundungen in Gruppen auf eigene Faust. Mittwochs ging es dann aufs Land - besucht wurde das Zisterzienserkloster Chorin in der Schorfheide nördlich von Berlin. Dort erfolgte eine - zumindest für die meisten Schüler - interessante Führung, die die frühere Bedeutung der Klosteranlage erläuterte. Anschließend wurde nach 20-minütiger Weiterfahrt das Schiffshebewerk Niederfinow besucht. Auf einer Fahrt von 1,5 Stunden auf dem Kanal als Passagiere eines Fahrgastschiffes wurde der gesamte Schleusungsvorgang (Überwindung von 36 m Höhenunterschied) zweimal miterlebt. Hier war tatsächlich bei allen Schülern intensives Interesse spürbar (sehr zur Freude der begleitenden Lehrer!) Am Abend sollte eigentlich die Berlin City angefahren werden, aber die Schüler wollten zurück zur Jugendherberge um dort bei (lautstarker) Musik die sozialen Kontakte zu pflegen.
Donnerstags, wieder “mitten in der Nacht!” - um 8.30 Uhr -, war das Ziel der Reichstag und man konnte, da die Besucherströme noch nicht da waren, ohne Hektik und Gedränge das Bauwerk und die neue Kuppel - insbesondere den Ausblick von derselben - genießen. Der Nachmittag war wieder für eigene Unternehmungen der Schüler vorgesehen - die Lehrer hatten dabei eigentlich an Museeumsbesuche gedacht - die Schüler aber weniger!
Freitags war Abreisetag. Nach der - bei einigen Gruppen recht intensiven - Reinigung und Räumung der Zimmer stand eigentlich noch einmal die Berliner City auf dem Programm(Shopping in Kleingruppen z.B.), aber die Schüler wollten nach Hause! (“Wir haben schon alles gesehen!” “das Geld ist eh alle”....), so dass bereits am späten Nachmittag Overhagen wieder erreicht wurde.

Die Jahrgangsstufenfahrt der 13 (Gruppe 1) nach Holland schien zunächst unter keinem guten Stern zu stehen, hatte doch der Reiseveranstalter mehr als kurzfristig aufgrund eines Buchungsfehlers die Vorgaben verändert: so mussten sich die 25 SchülerInnen und die begleitenden Lehrer Frau Brülle und Herr Königs nicht, wie vorgesehen, auf einem großem, sondern auf zwei kleineren Segelbooten in Harlingen einschiffen. Stationen des einwöchigen Segeltörns waren dann die Städtchen Medemblik, Muiden, Enkhuizen und Makkum sowie schwerpunktmäßig Amsterdam, wo die SchülerInnen reichlich Gelegenheit hatten, die Landeshauptstadt und ihre Sehenswürdigkeiten kennenzulernen oder auch Informationen für die jeweiligen Themen der Hollandzeitung zu sammeln. Die Selbstverpflegung an Bord klappte sehr gut: der Hinweis von Herrn Königs, nicht immer jeden Tag Spaghetti mit Tomatensoße zu kochen, wurde berücksichtigt - es gab jeden Tag Reis! Zuweilen konnte man während des Segelns tagsüber eine gewisse Apathie und Passivität  bei manchen SchülerInnen feststellen - weniger erfreulich für die Skipper und den aktiven Teil der Mannschaft...!

44 SchülerInnen der Jahrgangsstufe 13 (Gruppe 2) fuhren nach England, um Land und Leute kennenzulernen. Die erste Etappe der Fahrt verbrachten die SchülerInnen in Margate an der Südküste Englands, um von dort aus Erkundungsfahrten nach Canterbury und Dover zu unternehmen. Die SchülerInnen lernten einiges über die Geschichte und Sehenswürdigkeiten dieser Städte in der Grafschaft Kent, allerdings nichts über die englische Küche (FEIGE!!!! - Anmerkung der Redaktion!), da sie die Mahlzeiten in der Jugendherberge Margate selber zubereiten mussten. Es schmeckte allen und niemand ist verhungert, obwohl dies einige im Vorfeld der Fahrt befürchtet haben müssen, wenn man an die Menge privat ‘gebunkerter’ Lebensmittel und ‘Sandwichmaker’ denkt.
Nach fünf Tagen ging es dann für den Rest der Fahrt nach London. Viele der Schüler stürzten sich in die Metropole mit ihrem kulturellen und kosmopolitischen Angeboten und sahen sich Museen, Ausstellungen und Musicals an. Einige der Schüler konnten aber offensichtlich (noch) nicht viel mit London anfangen, denn sie setzten London gleich mit Oxford Street, Piccadilly Circus und Pizza Hut! (Lag dies vielleicht an der Müdigkeit nach fünf kurzen Nächten?) - Auf jeden Fall fiel die Umstellung auf den Schulalltag nach acht Tagen Studienfahrt (Schülern und Lehrern) schwer.

Ausblick:

Am Donnerstag, den 28.10.99 um 20.00 Uhr hält Prof. Dr. Lademacher aus Münster einen Lichtbildervortrag in unserem Schloßtheater zum Thema ‘Spannungsreiche Nachbarschaft - Niederländer und Deutsche’.

Am  Dienstag, den 14.12.1999 spricht Prof. Dr. Klemm von der Universität Essen über das Thema “Wie gut sind unsere Schulen?” um 19.00 Uhr in der Pausenhalle unserer Schule.

Zum Schluss eine Übersicht über die in diesem Schul(halb)jahr stattfindenden Ags.

Arbeitsgemeinschaften in Schuljahr 1999/2000:
Angeln: Herr Ruess Samstags  9-13 Uhr
Mofa: Frau Köster Mittwochs 13.10-15.00 Uhr
Foto: Herr Mühlfeld  Freitags (14-tägig) 13.30 bis 15.15 Uhr
Fußball: Herr Königs Montags 14.45 - 16.00 Uhr
Kabarett (Jg. 13): Herr Königs Freitags 13.30 bis 15.15
Uden: Herr Margott  nicht festgelegte Zeiten
Kanu: Frau Brülle/Herr Hüsgen Mittwochs Im Winter 15.00-16.00 Uhr,
im Sommer 14.30 - 16.30 Uhr
PC (für Mädchen): Frau Liedtke-Müller Mittwochs 14-tägig 13.30 - 15.15 Uhr

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Verantwortlich für den Inhalt:
Die Schulleitung des GSO
Redaktion: G. Liedtke-Müller

 

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