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Elternbrief Nr.22/6. Jahrgang Aus dem Schloss geplaudert... Overhagen, den 25. Januar 2000
Zum neuen Jahr Das Jahr 2000 hat begonnen, die Computer stürzten nicht ab, die Flugzeuge blieben am Himmel, die Züge stoppten nur kurz, die öffentliche Infrastruktur brach nicht zusammen und die Menschen? Sie sahen und sehen genau so aus wie vor der Jahrtausendwende. Hier und und da auf der Straße noch eine leere Kartusche von Feuerwerkskörpern, die Zeitungen mit den tiefschürfenden Gedanken zum Millennium werden entsorgt, “business as usual”, das Leben geht weiter. Das war`s! – War es das? Da ist vielleicht die Erinnerung an eine schöne Silvesterfeier, an über den Alltag hinausgehende Gespräche, an Zeit für einander und miteinander. Neujahr 2000 kann zu einem neuen Aufbruch werden zu einem Innehalten und Neubeginnen. Leben heißt auch, oft die Richtung überprüfen und die nächste Wegstrecke unter die Füße nehmen. Neujahr 2000 – Wir sind weiter unterwegs und hoffentlich können wir – auch als Schule –nach dem nächsten Neujahrstag sagen: Wir konnten manche guten Vorsätze verwirklichen, kamen menschlich weiter und haben mehrere der gesteckten Ziele erreicht; das Jahr war lebendig und spannend und Spaß gemacht hat es auch.
Ich wünsche uns allen eine gute Zeit. E. Wippermann (Schulleiter)
Wichtige Termine:
31.01.2000: Fortbildung für das Kollegium; unterrichtsfrei! 31.1. -04.2.2000: Anmeldung von Geschwisterkindern 14.2.2000: Beginn der Anmeldungen 14.2. -17.02.2000: Besinnungstage für die Klassen 10 06. u. 07.03.2000: beweglicher Ferientag 06.04. -14.04.2000: Schüleraustausch mit England 08.04. -14.04.2000: Schüleraustausch mit Schweden 12.04.2000: Elternsprechtag 14.04.2000: letzter Schultag der Jahrgangsstufe 13 15.04. -30.04.2000: Osterferien 17.u.18.05.2000: Abitur im 4. Fach 22.05.2000: Information für die Klassen 6 bezüglich der Wahlmöglichkeit zwischen Latein und Französisch (2. Fremdsprache) 22.05.2000: Information für die Klassen 8 bezüglich der Differenzierungsangebote für die Klassen 9 u.10 sowie das Betriebspraktikum 02.06.2000: beweglicher Ferientag 08.06.2000: Abitur im 1. -3. Fach 13. –24.06.2000: Betriebspraktikum der Klassen 9 21.06.2000: Entlassung der Abiturienten 28.06.2000: letzter Schultag
Rückblick:
Weihnachtsmusik im GSO Am 4. Dezember fand die traditionelle Weihnachtsmusik im Schloss statt. Neben musikalischen Darbietungen des Unterstufenchores und einzelner Solisten konnten auf der Schlossbühne verschiedene Theater- und Wortbeiträge besucht werden. Im Pausenhallencafé wurde wieder für das leibliche Wohl der zahlreichen BesucherInnen gesorgt und sowohl Besucher als auch Akteure waren sich einig, dass auch diese Weihnachtsmusik wieder einmal eine gelungene Angelegenheit war. Dieses zeigte sich auch in finanzieller Hinsicht, denn der Verkauf von Waffeln, Kaffee, Glühwein sowie von kalten und warmen Getränken erbrachte einen Reinerlös von 801,50 DM! Ein herzliches “Danke schön” sei hier den Eltern, den SchülerInnen der Klassen 8a und 8b sowie Kolleginnen und Kollegen ausgesprochen, die alle bei den Vorbereitungen, bei der Durchführung und auch bei den Aufräumarbeiten tatkräftig mithalfen. Finanziell erfolgreich waren an diesem Tag auch die SchülerInnen der Klasse 5b: sie haben einen Verkaufsbazar organisiert und Hefte, Kladden, Musikinstrumente, Honig und vieles mehr für die “Eine-Welt-Initiative” aus Lippstadt verkauft. 370 DM sind dabei zusammengekommen! Die Initiative war für dieses Engagement sehr dankbar. Zur Belohnung gönnte sich die Klasse einen Kinobesuch.
Prof. Klemm am GSO “Wie gut sind unsere Schulen?- Eine kritische Bestandsaufnahme” so lautete das Thema des Abends. Nach Einschätzung des bekannten Bildungsforschers und den Ergebnissen verschiedener Studien weist der Bildungsstand der deutschen Schüler im internationalen Vergleich teilweise erschreckende Defizite auf. Prof. Klemm analysierte das deutsche Bildungssystem, hinterfragte die in den einzelnen Bundesländern angebotenen Bildungswege und referierte über internationale Untersuchungen zum Bildungsstand der Schüler in den einzelnen Schulfächern. Der Bildungsforscher zeigte sich dabei als Realist und beschönigte nichts. Er wies darauf hin, dass in den nächsten Jahren in Industrie und Wirtschaft trotz der Massenarbeitslosigkeit viele offene Stellen nicht besetzt werden können, weil es keine genügend qualifizierten Bewerber für diese Stellungen gibt. Dieser sich abzeichnende Mangel sei ein Grund, warum auch das Interesse an der Qualität der schulischen Ausbildung in den letzten Jahren immer mehr zugenommen habe. Die Frage, was denn Qualität in diesem Zusammenhang überhaupt meint, versuchte Prof. Klemm an einer Vielzahl von Beispielen zu verdeutlichen. Wichtig sei für die Schulen sicherlich ein motivierender leistungsfördernder Unterricht, der die kognitiven Kräfte fördert und entfaltet und der Kreativität genügend Freiraum lässt, so dass eine möglichst hohe Anzahl von SchülerInnen zu einem qualifizierten Abschluss geführt werden kann. Deutlich wurde, dass es zu diesem Thema eigentlich viele Fragen aber kaum konkrete Antworten gibt, die alle an der (Aus-)Bildung beteiligten als die Patentlösung für sich mit nach Hause hätten nehmen können. Eine Feststellung des Professors tröstete jedoch insbesondere die anwesenden SchülerInnen, dass man nämlich über schlechte Leistungen und fehlenden Fleiß der jungen Generation schon seit Jahrhunderten klagt.
Ausblick:
Es ist mal wieder so weit! Bereits zum Fünften Mal richtet das Gymnasium Schloß Overhagen Das “GSO-Hallen-Masters” für derzeitige und ehemalige Schüler, Eltern und Lehrer aus. Am Samstag, den 26. Februar 2000 ab 10.00 Uhr (Anstoß 10.30 Uhr) startet das Hallenfußball-Spektakel in der Turnhalle der Lippeschule. Das hohe Niveau und die fußballerische Qualität haben sich längst herumgesprochen, so dass mittlerweile eine ganze Region mitfiebert: wird das Abituriententeam den Titel verteidigen können oder werden die Eltern- oder besser gesagt Väter – ein viertes Mal den Pokal gewinnen? Oder setzt sich der älteste teilnehmende Abiturjahrgang als Außenseiter durch? Haben die Lehrer dieses Mal eine Chance (zumindest ein Törchen zu erzielen ...)? Eine Antwort auf diese so ungemein wichtigen Fragen werden wir im Laufe des 26. Februars bekommen. Auch nicht-teilnehmende Schülerinnen und Schüler, Eltern und Ehemalige sind als Zuschauer und Schlachtenbummler herzlich willkommen! Es sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass die Klasse 6 b für das leibliche Wohl sorgen wird! Für eventuelle Rückfragen stehen Her Pradel (02941/58291) und Herr Königs (02941/78710) gerne zur Verfügung. Interessierte Väter wenden sich, sofern sie das Elternteam verstärken möchten, bitte an Herrn Burghardt (02941/17380).
Der Fachbereich Kunst veranstaltet am Mittwoch den 2.2.2000 eine Tagesfahrt nach Düsseldorf in das Kunstmuseum im Ehrenhof. Dort ist noch bis zum 20. Februar eine Ausstellung des Rokokomalers Jean Siméon Chardin (1699 –1799) zu sehen. Chardin, der vor allem durch seine Stillebenmalerei berühmt wurde, steht am Ende einer Epoche (der Barock und Rokokomalerei), die die Jahrgangsstufe 12 gerade im Unterricht kennengelernt hat. In Düsseldorf lernen die SchülerInnen einen Maler kennen, der recht selten gezeigt wird (die Ausstellung ist nur noch in London, Paris und New York zu sehen) du der in seiner Rokokomalerei die eher nüchternen Elemente der niederländischen Tafelmalerei des 17. Jahrhunderts verarbeitet. So ist der Stillebenmaler Chardin mit seinem Werk von einzigartiger, überragender Bedeutung.
Eine Bitte zum Schluss an die Eltern unserer SchülerInnen zum Thema SICHERHEIT! Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kinder während dieser dunklen Jahreszeit eine intakte Fahrradbeleuchtung haben, da es immer mal wieder passiert, dass wir SchülerInnen mit Fahrrädern ohne angemessene Beleuchtung zur Schule kommen sehen. Manchmal ist die Beleuchtung auch intakt, aber es war zu anstrengend mit dem Dynamo zu fahren; diese Antwort ist zwar für weniger sportliche Leute sehr einsichtig (Anmerkung der Redaktion), doch sollte man im Interesse der - eigenen – Sicherheit hier keine Anstrengung scheuen.
Verantwortlich für den Inhalt: Die Schulleitung des GSO Redaktion: G. Liedtke-Müller |