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GYMNASIUM SCHLOSS OVERHAGEN

 

Elternbrief Nr.23/6. Jahrgang
Aus dem Schloss geplaudert...
Overhagen, den 09. Mai 2000

Wichtige Termine am:
17.05.2000: Abitur im 4. Fach
22.05.2000:  Information für die Klassen 6 bezüglich der Wahlmöglichkeit zwischen Latein  und  Französisch (2. Fremdsprache)
 22.05.2000:  Information für die Klassen 8 bezüglich der Differenzierungsangebote für die Klassen 9 u.10 sowie das Betriebspraktikum
02.06.2000: beweglicher Ferientag
08.06.2000: Abitur im 1. -3. Fach
13. –24.06.2000: Betriebspraktikum der Klassen 9
21.06.2000: Entlassung der Abiturienten
23. Juni 2000:  Verabschiedung von Herrn OStD Wippermann
28.06.2000: letzter Schultag

 Rückblick:

Große Erfolge haben unsere Tischtennisexperten zu verzeichnen! Bereits am 25. und 28.10 bei der Tischtenniskreismeisterschaft der Schulen konnten unsere Schulmannschaften überzeugen: In der Jungen-Wettkampfklasse II (Jahrgänge 1983-86) wurden A. Czempiel, M. Füser, K. Korthals, B.t Rüschhoff, T. Wittrock und D. Raschke nach einem Sieg über die Mannschaft des Conrad-von-Soest-Gymnasiums (5:4) und einer Niederlage gegen die Mannschaft des Gmnasiums Erwitte (5:1) Vizekreismeister.
Unsere Jungenmannschaft in der Wettkampfklasse I (Jahrgänge 1980-84) in der Besetzung: A. Nübel, L. Bauer, M. Lagarde, St. Salmen, St. Heidenreich und D. Wiedenbrück belegte nach einer knappen Niederlage gegen den späteren Sieger – das Gymnasium Antonianum Geseke – (4:5) ebenso den 3. Platz wie unsere Jungenmannschaft in der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 1987-89) mit P. Chudalla, M. Schreiber, M. Körber, J.Dume, A. Hertel und  J. Finkeldei, die sich nach hartem Kampf der Mannschaft des Evangelischen Gymnasiums mit 5:2 geschlagen geben mussten.
In der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 1987-89) bezwang unsere Mädchenmannschaft in der Aufstellung: C. Kulik, St. Tobias, J. Cürlis, N. Gerke, A.-K. Scholz und S. Burghardt im Endspiel die Mannschaft des Gymnasiums Erwitte mit 6:3 und wurde Kreismeister!
Auch in der Mädchen-Wettkampfklasse II (Jahrgänge 1983-86) wurde unsere Schulmannschaft in der Aufstellung: S. Nübel, A. Langer, I. Titze, Ch. Langer, K. Wittrock, J. Schomacher und Ch. Höfer nach einem Endspielsieg über die Mannschaft des Gymnasiums Erwitte (5:1) Kreismeister und qualifizierte sich zudem für die nächste Runde auf Bezirksebene. Auch hier zeigte sich diese Gruppe dann sehr erfolgreich.
Am 14.12.99 wurde von diesen Mädchen in Altena der Titel eines Regierungsbezirksmeisters errungen; danach nahm das Team am 15.3.2000 an der Landesmeisterschaft in Rödinghausen (Kreis Herford) teil. In einem äußerst spannenden Finale wurde die Mannschaft schließlich Westfalenmeister!

Herzlichen Glückwunsch allen Beteiligten!

Zum ersten Mal hatte das GSO im Rahmen seiner Aktivitäten zur Städtepartnerschaft eine mehrtägige Bürgerfahrt in die Niederlande angeboten. Bereits kurz nach Bekanntwerden des Termins hatten sich über 70 TeilnehmerInnen gemeldet, um mit nach Uden, Rotterdam und zu den Deltawerken zu fahren.
Unterstützt vom Kollegen Ruess und dem Jumelagekomitee aus Uden hatte der Kollege Margott für 3 Tage ein bis ins Detail ausgearbeitetes Programm vorbereitet. - Auf der Hinfahrt nach Uden gab es Informationen zum Strukturwandel im Ruhrgebiet, zum Emscherpark, zur Problematik des intensiven Kiesabbaus in den Rheinauen sowie über die historischen Beziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden. Zur Begrüßung in Uden hatten sich unter Leitung von José Huisman 6 Mitglieder des Jumelagekomitees im Market Place eingefunden. Das Tagesprogramm begann mit einer Besichtigung des modernen Theaters Markant. Anschließend empfing Bürgermeister Josef Vos die Gäste aus Lippstadt. Im lockeren Gespräch wurde über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Tagesthemen in Uden diskutiert. Um einen Eindruck von der wirtschaftlichen Entwicklung in der Partnerstadt zu gewinnen, wurden verschiedene Gewerbegebiete angefahren. Eine zünftige Brabanter  Kaffeetafel in der Vorstenburgh beendete das Tagesprogramm in Uden, untermalt von musikalischen Einlagen, die Mitglieder des  Männergesangvereins Overhagen unter dem Dirigat von Peter Hänsch als Dankeschön spontan zum Besten gaben.
Der zweite Tag befasste sich mit der Raumnutzung in der “Randstadt Holland”, dem Welthafen Rotterdam und unterschiedlichen Vierteln der im 2. Weltkrieg von den Deutschen fast völlig zerstörten Innenstadt.
Über die Gewächshauslandschaft des Westlandes führte die letzte Etappe durch die versteckt in den Dünen liegenden Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg nach Hoek van Holland, der logistischen Schaltzentrale des Europort Rotterdam.   Die gelungene Fahrt endete mit einer Einladung von Jos van Heeren: die Fahrtteilnehmer  besichtigten eine Champignonzuchtanlage  und kosteten zum Abschied eine leckere Champignonsuppe.

Keinen Tee mit der Queen, aber ansonsten interessante und harmonische Tage gab es für 41 Schüler der Klassen 8 und 9 des GSO beim Schüleraustausch in England. Am 06.04. wurden die Schüler und Betreuer, Frau Giller und Herr Brülle, in Reading, von den Austauschpartnern herzlich und mit viel Sonne begrüßt. Am Freitag durften die Schüler zunächst wieder in die Schule gehen. Hier waren aufgrund der relativ strengen Regeln und vor allem der Schuluniform die meisten Schüler schließlich doch froh, in eine deutsche Schule zu gehen. Am darauffolgenden Wochenende zeigte sich die Insel von ihrer schönsten Seite und das sommerliche Wetter ermöglichte Ausflüge mit den Gastfamilien. Ab Montag begann dann ein umfangreiches Besichtigungsprogramm zu den verschiedensten Orten im Süden Englands. Hier wurde jedem, vom Gruselfan (im London Dungeon, dem “Verlies Londons”) bis zum Geschichtsinteressierten (z.B. in den römischen Bädern in Bath), etwas geboten. Als dann am 14.04. der Bus - mittlerweile mit “unserem Busfahrer Franz” wieder heimwärts fuhr, kullerten viele Abschiedstränen und alle waren sich einig, dass es eine rundum gelungene Fahrt war

Vom 8. bis zum 14. April waren 17 SchülerInnen des GSO mit Frau Kramer und Herrn Thielemeyer in Lund/Schweden. – Auf dem Programm standen sowohl eine intensive Besichtigung der Schule ( Järnåkraskolan) sowie auch Glimmingehus, ein altes Schloss oder der Stens Huvud Nationalpark. In der Schule arbeiteten die schwedischen und deutschen SchülerInnen gemeinsam an dem Exchange Bulletin, einer Zeitung über die beiden Austauschbesuche.

Zum Abschluss einer Unterrichtreihe über den Strukturwandel im Ruhrgebiet sind 30 Geographen vom GSO mit ihrem Lehrer Ralf Margott nach Dortmund gefahren. Theoretisch war den Schülern ja alles klar: Bergbaukrise, Stahlkrise, Arbeitslosigkeit ... Doch wenn man plötzlich allein in einer riesigen Maschinenhalle steht, wo nichts mehr läuft, dann sieht Strukturwandel auf einmal ganz anders aus. Wenn man an der Emscher, dem ehemaligen Abwasserkanal des Ruhrgebietes, vergeblich nach dem vielgepriesenen Emscherpark Ausschau hält, dann versteht man auf einmal besser als im Unterricht, warum es so schwierig ist, diese Kloake wieder zum Leben zu erwecken.
Um den Strukturwandel zu erfassen, wurden verschiedene Standorte systematisch abgearbeitet. Am Anfang des Tagesprogramms stand die klassische Eisen- und Stahlindustrie bei ThyssenKruppstahl. Vom Abstich am Hochofen bis hin zum aufgewickelten Stahlblech wurde der Weg des Roheisens verfolgt. Doch statt Lärm und viele Arbeiter im Dreck, sahen die erstaunten Gymnasiasten überwiegend vom Computer gesteuerte Maschinen, die das Schmelzen, Glühen und Walzen dirigierten. In einer Halle, wo früher 300 Menschen bei Höllenlärm ihr tägliches Brot verdienten, sind jetzt gerade mal 3 bis 8 Arbeitskräfte nötig. Nach den Kokereien Kaiserstuhl und Hansa fuhr die Gruppe anschließend zur Zeche Zollern. Trotz Regen wurde mutig der stillgelegte Förderturm bestiegen. Es gab von da oben zwar keine schöne Aussicht, dafür aber die einmalige Gelegenheit, nachempfinden zu können, wie einst die Kohlenleser bei Wind und Wetter ihre harte Arbeit zu verrichten hatten. Kreuz und quer durch die Kaianlagen und den Containerterminal des Dortmund-Ems-Kanals, vorbei an offenen Feldern mitten in Stadt, ging es  in das Technologiezentrum und die Uni Dortmund, wo nicht mehr die schwere körperliche Arbeit im Vordergrund steht, sondern Denken und Wissen gefragt sind, um die mit dem Strukturwandel verbunden Probleme lösen zu können und neue Arbeitsplätze im Ruhrpott entstehen.

Pädagogikunterricht in den Differenzierungskursen der Jahrgangsstufen 9 und 10. - Im Rahmen der Unterrichtsreihe “Entwicklungsstörungen /Behinderungen bei Kindern und ihre Therapie war Herr Berntzen,  Leiter der integrativen heilpädagogischen Tagesstätte in Lippetal-Hultrop, im Unterricht zu Gast und erläuterte auf anschauliche Art und Weise die Theorie und Praxis der von ihm geleiteten Kindertagesstätte:  nach einem Vortrag, der die historische Entwicklung und den pädagogischen Ansatz umfasste, konnte anhand einer selbstverfassten Videoaufzeichnung der pädagogische Alltag in der Tagesstätte sehr gut nachvollzogen werden. Anschließend beantwortete Herr Berntzen noch zahlreiche Fragen der interessierten SchülerInnen, die, wie ihre Lehrer Frau Nuphaus und Herr Klör, diesen Besuch als unterrichtliche Bereicherung und inhaltlichen Gewinn beurteilten.

“Körperwelten” – eine Erfahrung für sich! Am Dienstag vor den Osterferien fuhren SchülerInnen der Klassen 9,11,12 und 13 und ihren Biologielehrern nach Köln zu der in den Medien stark umstrittenen Ausstellung “Körperwelten”. Der Andrang war so groß, dass die meisten von uns erst nach 1,5 Stunden in der Warteschleife die Vitrinen und Objekte zu sehen bekamen, die wiederum umzingelt waren von Besucherscharen. Abgesehen von diesen stressigen Rahmenbedingungen bekam man dann aber doch einen Einblick in die faszinierende Welt der Biologie unseres Körpers. Stopf- und Alkoholpräparate oder Plastikmodelle, die im Biologieunterricht eingesetzt werden, können mit dem nach dem Plastinationsverfahren hergestellten Ausstellungsobjekten nicht mithalten. Es war einerseits faszinierend, so viele Details des menschlichen Körpers studieren zu können, andererseits war der eine oder andere aber auch stark irritiert von der Echtheit und von der Tatsache, dass hier Menschen ihren toten Körper zur Verfügung gestellt hatten, um einem großen Publikum in Längs-oder Querscheiben, oder als Schubladenkunstwerk à la S. Dali präsentiert zu werden. Hierüber wurde in den Kursen vorher und nachher eifrig diskutiert.
Wir als Lehrer würden die Strapazen, die mit dem Besuch der Ausstellung verbunden sind, mit einem Biologiekurs nicht noch einmal auf uns nehmen, halten jedoch die persönliche Erfahrung, einem toten Menschen auf diese Weise begegnet zu sein, für wertvoll.

Die Premiere am 5. April auf der Schlossbühne war ein voller Erfolg. “Man sieht sich ...” - so der bezeichnende Titel der Aufführung unserer Kabarett-AG – und das Publikum nahm die Anregung auf: das Schlosstheater war ausverkauft.
Die 12 SchülerInnen der Jahrgangsstufe 13 haben im Laufe des Schuljahres unter der Leitung von H.P.Königs ein abwechslungsreiches Programm auf die Bühne gestellt. Die Szenen und Sketche handeln allesamt von “Beziehungen”, menschlich – allzu menschlichen, Bekanntem und Skurrilem.  Ob im Stau, im “Lonely-Hearts-Club” oder im Himmel: man sieht sich. In der Kritik des “Patriot” vom 8.4.2000 wurde vor allem “der Einfallsreichtum” und “die große Spielfreude” der Akteure hervorgehoben.
Übrigens, es gibt – trotz Abitur-Stress der Akteure – eine weitere Aufführung. Im Rahmen der Schultheatertage kann das Programm am Montag, den 29. Mai um 20oo Uhr auf der Studiobühne des Stadttheaters Lippstadt erlebt werden. Karten sind im Vorverkauf der KWL in Lippstadt oder im Sekretariat bei Frau Malankowski erhältlich. (Einheitspreis: 8,00 DM). In diesem Sinne: man sieht sich ...

Eine schulinterne Fortbildung der Lehrer am GSO  fand am 31. Januar statt und bescherte den SchülerInnen einen freien Tag und den Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, sich über das Thema “Medien” und deren Einsatz im Unterricht detailliert zu informieren. Abgesehen von Einsatz und Verwendung der Videokamera zur Erstellung von Videoclips mit den SchülerInnen im Unterricht war der Computer und hier insbesondere der Einsatz des Internets (Verwendung für die Unterrichtsvorbereitung, Einbindung in den Unterricht etc) von fundamentalem Interesse.
In diesem Zusammenhang sei zudem darauf verwiesen, dass das GSO nunmehr eine eigene Homepage besitzt (www.dpl.net/gso), wo sich Interessierte über unsere Schule und unsere Arbeit informieren können. Fast noch schöner ist, dass wir nun auch in etwas größerem Umfang on-line gehen, denn im Verlauf dieser Woche werden in unserem Informatikraum 15 Computer an das Internet angeschlossen und auch weniger sportliche Leute können dann surfen ! Ein großes “Danke schön” sei an dieser Stelle den Kollegen Thiemeyer und Pradel ausgesprochen, die in den letzten Wochen und Monaten sehr viele Stunden im Informatikraum zugebracht haben – und noch zubringen werden –, um uns all dies zu ermöglichen!

Eine Mitteilung der SV:
Am Elternsprechtag hat die Cafeteria einen Reinerlös von 356,40 DM erzielt, der unserer SV zugute kommen wird. Der SV-Raum muss gestrichen und neu eingerichtet werden. - Außerdem ist – vielleicht bereits im kommenden Schuljahr -  der Kauf eines Computers für die Schülerzeitung vorgesehen. Die erste Ausgabe der neuen Schülerzeitung ist für Ende Mai 2000 geplant.

 Ausblick:

Bald ist es  wieder soweit! Am 28.8.2000 wird es wieder ein Schlossgartenfest geben! Das diesjährige Fest hat das Thema “Hallo, Nachbar!” Genauere Informationen werden später noch folgen, aber jeder ist eingeladen, eigene Ideen einzubringen und mitzumachen. Die Organisation dieses Projekts liegt wieder in Herr Margotts Händen. Dringend gesucht werden für unsere niederländischen Gäste jeweils ein Bett für eine Nacht. Sollten Sie einen Gast aus Uden aufnehmen können, dann wäre es schön, wenn Sie sich in unserem Sekretariat bei Frau Bertelsmeier melden würden. Herzlichen Dank bereits jetzt für Ihre Hilfe!

Verantwortlich für den Inhalt:
Die Schulleitung des GSO
Redaktion: G. Liedtke-Müller

 

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