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GYMNASIUM SCHLOSS OVERHAGEN

 

Elternbrief Nr.28/7. Jahrgang
Aus dem Schloss geplaudert...
Overhagen, den 17. Dezember 2001

Termine am GSO

08.01.02
14.01.02
24.01.02
25.01.02
11.02.02
06./07.02.02
07.02.02
18.02.02
02.03.02
25.03.02
07.04.02
23.04.02
24.04.02

26.04.02
10.05.02
15.05.02
21.05.02
27.05.02
31.05.02
26.06.02
29.06.02
08./09.07.02
17.07.02
18.07.02

Podiumsdiskussion mit Paul Spiegel 13.30 Pausenhalle
Tag der offenen Tür – Woche des offenen Unterrichts (14.-18.01.02)
Martin Bormann: Vortrag und Gesprächsrunde über Neonazis
3. Std. Zeugnisausgabe
2. Beweglicher Ferientag
Kollegiumsinterne Fortbildung
Unterrichtsfrei
Jahreshauptversammlung des Vereins der Freunde
GSO Hallenmasters
Osterferien (25.03. – 06.04.02)
Austauschschüler nach England (07.-17.04.)
Elternsprechtag
19.00h: Info-Abend zum Betriebspraktikum und zum Fächerangebot im Wahlpflichtbereich II (Kl. 8a/b)
Letzter Unterrichtstag der Jgst. 13
3. Beweglicher Ferientag
Mdl. Prüfungen im 4. Fach (unterrichtsfrei)
Pfingstferien (Pfingstdienstag)
Besinnungstage der Kl. 10a/b (27.-29.05.)
4. Beweglicher Ferientag
Betriebspraktikum der Kl. 9 (26.06.-13.07.2002)
Abiturabschlussfeier
Zeugniskonferenzen
Letzter Schultag, Zeugnisausgabe: 3. Stunde
Sommerferien (18.07.-31-08-02)

Nachrichten aus dem Schulleben
Die Schulkonferenz hat am 25. Oktober neue Wege zur Berufsvorbereitung beschlossen. In Zukunft werden am GSO zwei Betriebspraktika durchgeführt – und zwar 2 Wochen in der Klasse 9 zur Berufsorientierung und 3 Wochen in der Jgst. 11 zur gezielten Berufserfahrung.
Darüber hinaus wurde von Frau Liedtke-Müller ein mehrstufiges Programm zum Methodentraining vorgestellt und verabschiedet, das in Zukunft weiter ausgebaut werden soll. Es ist vorgesehen, in den Klassen 5, 8 und 11 spezielle Unterrichtsprojekte zum Erlernen von Arbeits- und Lerntechniken durchzuführen. So hoffen wir, unsere Schüler noch weiter an selbstständiges Arbeiten heranzuführen und sie auf lebenslanges Lernen vorzubereiten.

Der Elternsprechtag im 1. Halbjahr 2002/03 wurde auf Montag, den 13. Nov. 2002 festgelegt.
Als bewegliche Ferientage für das Schuljahr 2002/2003 wurden der 03.03.03, der 30.05.03 und der 20.06.03 bestimmt.
Ein Antrag der Schulpflegschaft auf Einführung von Friedrich-Wilhelm-Heften für Klassenarbeiten in der Sek. I wurde mit Mehrheit angenommen, so dass ab dem Schuljahr 2002/03 Klassenarbeiten nur noch in diesen Hefte geschrieben werden.

Der Erlös der Cafeteria am Elternsprechtag im November floss der Schule zu. Für die so zusammengekommenen DM 407,50 wurden Trikots mit dem Schullogo für unsere Sport-Schulmannschaften angeschafft. Allen, die beim Verkauf von Kaffee und Kuchen mitgeholfen haben, gilt unser Dank. Besonders danken möchten wir an dieser Stelle aber auch dem Sporthaus Arndt in Lippstadt, das die Anschaffung der 15 Trikots in erheblichem Maße gesponsert hat.

Im Tischtennis wurde im November die Mädchen-Mannschaft in der WK II Kreismeister. Herzlichen Glückwunsch an Lea Rogozinski, Lisa Rogozinski, Nicola Gerke, Julia Cürlis, Stefanie Tobias (alle Kl. 8b), Katharina Wittrock (9a) und Kristina Höfer (9a).
Ein weiterer Glückwunsch geht an Vanessa Müller (Kl. 10a), die im Dezember Kreismeisterin im Badminton (Einzel) wurde.
In Schwimmerkreisen weit über die Kreisgrenzen bekannt, belegten Heike Fischer (Jgst.13), Markus Kappel (Jgst.12) und Sarah Kappel (Jgst. 11) bei den Einzelkreismeisterschaften der Schulen über die 100m-Strecken in sämtlichen Lagen (Freistil, Rücken, Brust, Delphin) 5 erste Plätze, 2 zweite Plätze und 1 dritten Platz. Herzlichen Glückwunsch!
Kira Hermeyer (6b) konnte leider nicht starten, da sie krank war.

Das GSO veranstaltet im Dezember Sportturniere für die Unter- und Mittelstufe:
Klassen 5/6: Freitag, 21.12.01: Spieleturnier (vormittags)
Klassen 7/8: Dienstag, 18.12.01: Fußballturnier (nachmittags)
Klassen 9/10: Dienstag, 18.12.01, Basketballturnier (vormittags).

Die Eltern, die ihre Kinder mit dem Wagen zur Schule bringen, bitten wir nochmals eindringlich, nicht den Schlosshof zu befahren und die Kinder auch nicht direkt an der Zufahrt zum Schlossgelände abzusetzen. Immer wieder kommt es morgens und mittags zu gefährlichen Situationen durch Fahrzeuge, die sich durch die Scharen von Schülern hindurchzwängen. Das Einfachste und Sicherste ist es, wenn sie ihre Kinder in der Nähe der Bushaltestellen absetzen.

Nach den Herbstferien konnte der Schulleiter einem Kollegen zum 30-jährigen Dienstjubiläum gratulieren. Am 18. Oktober 1971 hatte Josef Schulte – damals noch als Student der Mathematik – seine Unterrichtstätigkeit am Gymnasium Schloss Overhagen aufgenommen. In jenen Zeiten absoluten Lehrermangels waren die zunächst 4 Wochenstunden, mit denen er aushalf, schon eine große Bereicherung für das Unterrichtsangebot im Fach Mathematik.

Im Rahmen des diesjährigen „Overhagener Forums“ hielt der Psychologe Prof. Heinz Holling von der Universität Münster am 22. Oktober einen sehr interessanten und differenzierten Vortrag über Möglichkeiten und Tendenzen der Förderung schulischer Hochbegabung. Darin stellte er u.a. seine Forschungsergebnisse vor und zeigte Wege auf, wie man Jugendliche mit besonderen Begabungen in der Schule individuell und gezielt fördern kann. Die Beiträge und Fragen der zahlreich erschienenen Zuhörer führten im Anschluss an den Vortrag zu einer regen Diskussion, welcher sich der Referent gern stellte.

Vom Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung in Düsseldorf wurde im vergangenen Schuljahr eine „anonyme Vergleichsklausur“ im Fach Mathematik in der Jgst. 11 durchgeführt, an der sich die Schulen auf freiwilliger Basis beteiligen konnten. Die Fachschaft Mathematik am GSO nahm dieses Angebot zur Qualitätssicherung gern an, und so schrieben die Mathematik-Grundkurse von Herrn Thiemeyer eine Klausur, die zentral vom Ministerium aus gestellt worden war.
Die Auswertung ist nun veröffentlicht worden. Es haben sich 79 Schulen (57 Gymnasien und 22 Gesamtschulen) an dieser Vergleichsklausur beteiligt. Insgesamt waren 171 Grundkurse bzw. 3563 Schülerinnen und Schüler betroffen.
Von insgesamt 54 zu erreichenden Punkten haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Durchschnitt 27,9 Punkte erreicht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des GSO lagen mit 30,9 Punkten um 3 Punkte über dem Landesdurchschnitt. 57,8 % aller Kurse lagen unter dem allgemeinen Durchschnitt von 29,7 Punkten. 38,6 % aller Kurse (dazu gehören auch die des GSO) erreichten 29,7 bis 37,8 Punkte. Lediglich 3,5 % der Kurse erreichten bis zu 45,9 Punkte im Durchschnitt. Interpoliert man die Einzelergebnisse, dann darf man davon ausgehen, dass das GSO mit seinem Ergebnis im oberen Drittel des Gesamtergebnisses liegt, jedoch innerhalb dieses Drittels eher im unteren Bereich. Insgesamt wohl ein Hinweis auf die solide Arbeit in diesem Fachbereich am GSO.

Weihnachtsmusik 2001
Bei der diesjährigen Weihnachtsmusik engagierte sich die Klasse 7b, indem sie einen Bazar mit Artikeln aus der sogenannten Dritten Welt organisierte. Die Schülerinnen und Schüler konnten für den „Eine-Welt-Laden“ Waren im Wert von über 330,- DM verkaufen. Ein toller Erfolg!
Der Erlös der Weihnachtsmusik – DM 787,50 -  wurde in diesem Jahr dem Komitee zur Förderung medizinischer und humanitärer Hilfe Afghanistans e.V. gespendet.
Im Musikraum im Schloss führte Musikerzieher Peter Hänsch durch ein Programm, das vom Unterstufenchor unter Begleitung von Sebastian Burghardt (Jgst. 12) und Rebecca Trampe (Kl. 10b) gestaltet wurde. Anne Schreiber (Jgst. 13) beeindruckte mit einem Klavierpart aus einer Romanze von Robert Schumann.
Auf der Schlossbühne wurde parallel dazu Theater gespielt. Schüler und Schülerinnen der Kl.5a  führten den Zuschauern vor Augen, wie einsam alte Menschen in unserer vom Konsum bestimmten Welt sein können. Ihr Stück mit dem Titel "Weihnachtswünsche" wurde untermalt von Musik, die Lydia Dewenter-Schlegel (Kl. 5a, Cello) und Hans-Peter Königs (Gitarre) zu Gehör brachten.
Waldemar Kristian und Katharina Wittrock (Kl. 9a) boten Werner Bergengrüns "Kaschubisches Weihnachtslied" dar. Die evangelische Religionsgruppe der Kl. 7 versetzte die Geschichte von Maria und Josef in die heutige Zeit. In dem Stück "Stopp - hier Grenze", von ihrem Religionslehrer Reinhold Heise selbst geschrieben, zeigten sie "Mary" und "Joe" als moderne Flüchtlinge, die an der Landesgrenze zurückgewiesen werden.
Daneben blieb Zeit und Gelegenheit, im Adventscafé in der Pausenhalle – von den 8. Klassen organisiert - Gespräche zu führen, Kaffee zu trinken oder ehemalige Schüler und Lehrer wiederzusehen.

Aktion “Be smart – don’t start”
“Be smart – don’t start” heißt eine Kampagne, die das Institut für Therapie und Gesundheitsforschung seit einigen Jahren veranstaltet. In diesem Jahr nehmen insgesamt 5.786 Klassen daran teil, darunter die Klassen 6 – 8 des GSO. Diese Aktion gilt der Aufklärung von Kindern und Jugendlichen in punkto Gesundheit, damit diese nicht schon früh zur Zigarette greifen. Mindestens 90% einer Kasse mussten sich für die Teilnahme am Wettbewerb entscheiden, der beinhaltet, dass man ein halbes Jahr nicht raucht. Einmal in der Woche geben die Schülerinnen und Schüler an, ob sie geraucht haben oder nicht. Dabei liegt die Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben bei ihnen selbst. Solange 90% der Jugendlichen nicht rauchen, bleibt die Klasse im Wettbewerb und damit im Rennen um Geld- und Sachpreise, die zum Ende des Wettbewerbs am 26.02.2002 verlost werden. Da bleibt nur zu wünschen: „Be smart – don’t start!“

Erziehungswissenschaften
Einen Film zur Gewaltprävention stellte der Filmemacher und Journalist Peter Schran nach den Herbstferien dem Differenzierungskurs Erziehungswissenschaft der Klasse 10 vor. Die 20-minütige Video-Dokumentation "Respekt! Interkulturelle Konflikte im Alltag" besteht aus einzelnen Clips, in denen Gewalt unter Jugendlichen verschiedener Nationalitäten in alltäglichen Situationen gezeigt wird: Einlassverbot in einer Disco, Dauerclinch vor einer Bushaltestelle, Revierkämpfe zwischen Gangs am Stadtrand und Provokationsrituale auf der Kirmes. Nach jedem Clip diskutierten die Schüler mit P. Schran die Ursachen von Fremdenfeindlichkeit und Gewaltanwendung und eigene Erfahrungen in vergleichbaren Situationen. Dabei wurden insbesondere Erlebnisse und Beobachtungen der aktuellen Herbstwoche thematisiert. (E. Nuphaus)

Im Haus des Lernens, dem Studiehuis in Uden, gerieten 32 Schülerinnen und Schüler der Grund- und Leistungskurse Erziehungswissenschaft der Jgst. 12 ganz schön ins Staunen über das unabhängige Lernen der niederländischen Schülerinnen und Schüler. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Lehrer Bert Creemers und Annemieke van den Ing besuchten sie in kleinen Gruppen den Fachunterricht der Klassen 10 – 12 und erhielten eine Führung durch das Schulgebäude. Dabei faszinierten die unglaublichen Möglichkeiten des Lernens mit den neuen Medien und die sehr freien, selbstständigen Lernmethoden. In vielen Unterrichtsstunden arbeiteten die Schüler allein an ihren Aufgaben; Mitschüler oder der Lehrer wurden nur gefragt, wenn es Probleme gab. Die niederländischen Schüler bekommen nämlich alle 6 Wochen ein kleines Heft ausgehändigt, in dem für alle Fächer das in dieser Zeit zu absolvierende Stoffpensum abgedruckt ist. In der 7. Woche schreiben sie in jedem Fach eine zweistündige Arbeit. Dann gibt es den nächsten "Planner". Theoretisch könnten sie also auch zu Hause bleiben und die Aufgaben dort erledigen. Dies sei jedoch praktisch nicht möglich, meinten die holländischen Schüler eines Sowi-Kurses in der anschließenden Diskussion, weil man doch immer wieder auf Hilfestellungen angewiesen sei. Unsere Schüler meinten einerseits bewundernd, dass sie mit diesem Unterrichtssystem sicher nicht zurechtkämen (Notendruck entsteht nicht durch den Lehrer, sondern durch die Arbeit nach der sechswöchigen Lernphase), andererseits vermissten sie aber bei der starken Individualisierung auch die gemeinsame Diskussion von Inhalten (in manchen Stunden wurde kaum gesprochen) und das selbstständige Durchführen von naturwissenschaftlichen Experimenten, die dort jeder für sich am PC simulieren konnte. Auch machten sie sich Gedanken über die Leistungsunterschiede der Schüler. Ob das "unabhängige Lernen" tatsächlich effektiv bzw. effektiver ist als herkömmliche Lernmethoden, wird sich erst zeigen, wenn die ersten Schüler nächstes Jahr ihr Abitur machen. Denn die Lehrpläne in den Niederlanden wurden erst 1998 reformiert – u. a. weil genau wie in Deutschland die Hochschulen bei den Studienanfängern große Defizite in Bezug auf Methodenkenntnisse beklagt hatten - und all die Neuerungen umzusetzen, braucht seine Zeit. Ein Stadtbummel rundete die Exkursion für die Schüler dann noch ab. (E. Nuphaus)

Schüleraustausch
„Welcome to Lippstadt“
– mit diesem Satz begann der schon traditionelle Schüleraustausch mit England am 21.10.01. Erwartungsvoll hatten sich 25 Schülerinnen und Schüler des GSO mit ihren Eltern vor dem Schloss eingefunden, um ihre Gäste für 10 Tage willkommen zu heißen. Allerdings kamen die englischen Gastschüler nicht wie sonst aus Reading, sondern von der Henry Floyd Grammar School in Aylesbury, einer Stadt in der Nähe von Oxford. In den folgenden Tagen fanden Schulbesuche (Unterricht, Theaterspiel, Zeitungserstellung) und Ausflüge nach Köln, Münster und Ramsbeck statt. Trotz dieser vielen Aktivitäten fanden die Jugendlichen noch Zeit, die eine oder andere Fete zu organisieren und kräftig zu feiern. Am 30.10. wurde tränenreich Abschied genommen. Jetzt freuen wir uns schon auf den Gegenbesuch in England nach den Osterferien 2002. (B. Allgaier)

Vom 3. bis 6. Dezember waren zum ersten Mal Austauschschüler vom Ludék-Pik-Gymnasium in Plz¥/Tschechien zu Gast in Overhagen. Die 17 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 setzten damit die Kontakte in die Praxis um, die Herr Brülle und Herr Hüsgen im Herbst 2000 bei einem Besuch in L¥bork/ Polen nach Plz¥ geknüpft hatten. Der Gegenbesuch soll im Frühsommer 2002 stattfinden.

Lesewettbewerb
Ein spannendes Leseduell lieferten sich die SchülerInnen der Klassen 6a und 6b, um sich als Vertreter des GSO für den Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels zu qualifizieren. Am Donnerstag, den 12.12., traten die Finalisten gegeneinander an. Aus der 6a kamen Pia Focke, Christina Fortkort, Verena Göbel und Theresa Sander in die Endrunde, aus der Klasse 6b Kira Hermeyer, Nadine Schardt und Mirka Walter. Beim Lesen des geübten Textes waren die Kandidatinnen ähnlich gut, beim unbekannten Text konnte sich Theresa Sander gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen. Sie wird auf Kreisebene auf harte Konkurrenz stoßen; wir drücken ihr die Daumen!
(B. Allgaier)

Denis Goldberg zu Gast am GSO
Sie sitzen still, konzentriert, hören gebannt zu. Der, dem die Oberstufenschüler zuhören, war zu viermal lebenslänglich verurteilt, wurde nach 22 Jahren entlassen. Das war in der Republik Südafrika. Sein Name: Denis Goldberg, Wegbegleiter Nelson Mandelas. Auch heute weiß er immer noch nicht genau, warum er im berüchtigten Rivonia-Prozess im Jahre 1963 zusammen mit Mandela nicht zum Tode verurteilt worden war. Seit seiner Entlassung im Jahre 1985 lebt er mit seiner Familie in London.
Freiheit, Gewaltfreiheit, Zivilcourage, Mut, Menschenwürde, sagt er in deutscher und englischer Sprache, aber auch Nazizeit Folterung, Gefängnis sowie Rechtsextremismus sind ihm geläufige Begriffe. Er erweist sich als gut informierter Beobachter auch der deutschen politischen Szene. Er spricht langsam und schlicht, ohne Pathos - selbst bei Ungeheuerlichkeiten seiner südafrikanischen Heimat, für deren Freiheit und Aufhebung der Rassenschranken er sich einsetze und dafür 22 Jahre Haft im Hochsicherheitstrakt des Zentralgefängnisses von Pretoria verbrachte. Selbst dort war er getrennt von seinen schwarzen Mitstreitern, denn für jede Hautfarbe gab es ein eigenes Gefängnis. Und dennoch: Die Freude, nicht zum Tode verurteilt worden zu sein, die die Verurteilten damals empfanden, lässt Goldberg heute noch spüren.
Der studierte Diplom-Ingenieur und mehrfache Ehrendoktor setzt sich heute für Gesundheits- und Bildungsprojekte im südlichen Afrika ein und arbeitet an Projekten zur Bekämpfung von Kriminalität. Gleichermaßen wichtig ist ihm, der Ausgrenzung, Verfolgung und Folter selbst hautnah erleben musste, der Aufbau eines Hilfszentrums für traumatisierte und missbrauchte Kinder. Die Wurzeln für seinkonsequentes Eintreten für die absolute Gleichberechtigung aller Menschen jenseits von Hautfarbe, Religion und Geschlecht sind in seiner Kindheit, seinem Elternhaus und seiner Schulzeit gelegt worden.
Die Schülerinnen und Schüler des GSO verfolgen mit großer Aufmerksamkeit die Ausführungen Goldbergs. So auch Sätze wie: „Der Unterdrücker ist genauso unfrei wie der Unterdrückte.“ Oder an anderer Stelle, an der er Nelson Mandelas „Der lange Weg zur Freiheit“ zitiert: „Ich wusste so gut wie ich nur irgendetwas wusste, dass der Unterdrücker genauso befreit werden musste wie der Unterdrückte. Ein Mensch, der einem anderen die Freiheit raubt, ist ein Gefangener des Hasses,. Er ist eingesperrt hinter den Gittern von Vorurteil und Engstirnigkeit.“

Mit Projekten und Aktionen wie dieser oder dem „Friedensgebet der Religionen“ am 8. November bemüht sich das Gymnasium Schloss Overhagen, seinen Schülerinnen und Schülern Werte zu vermitteln und Denkanstöße zu geben, damit Begriffe wie Zivilcourage, Menschlichkeit und Menschenwürde keine hohlen Floskeln bleiben. (H. Gesterkamp)

Otto der Große, Magdeburg
Die Klassen 7a/b sind am 27.11.02 mit ihren Fachlehrern E. Kramer (kath. Religion) und H. Hüsgen (Geschichte) nach Magdeburg in Sachsen-Anhalt zur Ausstellung „Otto der Große“ gefahren.
Im Rahmen eines fächerverbindenden Unterrichts in Kath. Religion und Geschichte wurden in den Klassen 7a/b Zeitalter und Wirken dieses Herrschers behandelt. Aus diesem Anlass besuchten diese Klassen die Ausstellung in Magdeburg. Die Eindrücke, die die SchülerInnen mit nach Hause nahmen, waren überwältigend, so dass die weite Fahrt sich gelohnt hatte. (E. Kramer)

Adventskalender
Schon zum zweiten Mal beteiligt sich das GSO an der Gestaltung der Fenster des Lippstädter Rathauses als Adventskalender. Dieses Jahr haben wir die Fenster des 17. und 18. Dezember gestaltet, die jeweils um 17 Uhr des betreffenden Tages geöffnet werden. Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b haben in nur drei Wochen mit Eifer zwei große Glasflächen gestaltet. Mit Glasmalfarbe wurde die Ankunft der Heiligen drei Könige dargestellt. (U. Haverland)

Logos für „800 Jahre Overhagen“
Die beiden Grundkurse Kunst der Jahrgangsstufe 11 beteiligten sich an einem Wettbewerb für den Entwurf eines Logos „800 Jahre Overhagen“. Sie erarbeiteten dabei mehrere Entwürde, die für den Wettbewerb eingereicht wurden und die später auch ausgestellt werden sollen. Drei Entwürfe wurden prämiert: 1. Preis: Verena Groß, 2. Preis: Thorsten Decker und 3. Preis: Ines Stappert. (U. Haverland)

Vorankündigungen
Am Dienstag, den 08. Januar 2002, besucht Paul Spiegel, der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, das Gymnasium Schloss Overhagen, um mit Schülerinnen und Schülern aus den Geschichtskursen der Oberstufe zusammenzutreffen. In einer Diskussionsrunde wollen die jungen Menschen erfahren, wie er seine Rolle in Deutschland vor dem Hintergrund der historischen Erfahrungen des Naziterrors sieht und welche Positionen er in den aktuellen Diskussionen über Fremdenfeindlichkeit, Asylrecht und Zuwanderung bezieht.
Für die Schüler des GSO bietet diese Diskussionsveranstaltung die Möglichkeit zu einer lebendigen und aktuellen Auseinandersetzung mit der politischen Kultur in Deutschland. Wegen des sicherlich außergewöhnlichen Besuchs von Paul Spiegel ist die Veranstaltung öffentlich. Sie beginnt gegen 13.30 Uhr in der Pausenhalle der Schule.

William Turner – Ausstellung in Essen
Der Leistungskurs Kunst der Jahrgangsstufe 13 fährt am 20. Dezember nach Essen zur Turner-Ausstellung. Besonders reizvoll ist dabei der Vergleich der Malerei Turners mit Arbeiten von C. D. Friedrich, den die Schüler im Unterricht kennen gelernt haben. So wird es möglich sein, die Bilder Turners mit diesem Hintergrundwissen in den größeren Kontext der Kunst der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts einzuordnen. (U. Haverland)

Konzert - Vorankündigung
Den 25. Januar sollte man sich nicht nur vormerken, weil es an diesem Tag Zeugnisse gibt. Abends um 20 Uhr steht auf der Bühne unseres Schlosstheaters mit „Three times a lady“ ein musikalisches „Highlight“ zum Halbjahreswechsel an! Das Damentrio aus Stuttgart, das bereits vor 3 Jahren mit großem Erfolg in in Lippstadt aufgetreten ist, präsentiert sein Programm mit Ironie und Spielwitz: ein Streifzug durch Chanson, jiddische Polka-, Swing- und Klezmer-Musik. Frech und selbstbewusst durchleuchten die drei Musikerinnen Hintergründiges, erhellen Dunkles, singen Geschichten aus Poesie und Wirklichkeit. Bestechend (und von der Kritik entsprechend gewürdigt) ist dabei die Leichtigkeit ihrer Sounds: Akkordeon, Gesang, Saxophon und Kontrabass ergänzen sich in subtiler Art und Weise. Karten für diesen vielversprechenden Abend gibt es in der KWL-Vorverkaufsstelle im Rathaus in Lippstadt oder über Herrn Königs im Lehrerzimmer.

Verantwortlich für den Inhalt:
Die Schulleitung des GSO
Redaktion: Heike Körte

 

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