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GYMNASIUM SCHLOSS OVERHAGEN

 

 

Technik kann Spaß machen

 

Schlossgymnasium, CarTec und Fachhochschule entwickeln Kooperation

Lippstadt. Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Gymnasium Schloss Overhagen und der Fachhochschule Südwestfalen, Abteilung Meschede, wurde eine neuartige und bisher einzigartige Form des Praktikums für technikinteressierte Schülerinnen und Schüler der Stufe 11 entwickelt. Fünf Lippstädter Firmen und dasTechnologie- und Entwicklungszentrum CarTec, das sich mit drei weiteren Unternehmen beteiligt, unterstützen das Projekt durch Bereitstellung von Praktikumsplätzen.

cartec

Für die 15 Schüler biete das Praktikum einen vertiefenden Einblick in das naturwissenschaftlichtechnische Berufsfeld. Ihnen werden dabei verschiedene Facetten sowie Ausbildungswege und Studiengänge technischer Berufe nahe gebracht, da sie innerhalb der ersten Praktikumswoche Veranstaltungen der Fachhochschule besuchen und auch an Exkursionen teilnehmen. Bei dem insgesamt dreiwöchigen Praktikum kommen auch studienkundliche Aspekte nicht zu kurz. Gleichzeitig soll das Projekt den Schülern Impulse für eine bewusstere Planung ihrer Schullaufbahn liefern, insbesondere bei der Wahl der Leistungskurse für die Qualifikationsphase zum Abitur. »So kann eine Brücke zwischen Schule, Wissenschaft und Wirtschaft aufgebaut werden, wobei der Schüler einen aktiven Part übernimmt.

Er muss selbstständig nach absolviertem Bewerbungstraining an der Fachhochschule den Kontakt zu einem der Unternehmen herstellen, um sich dort für das Praktikum in den weiteren zwei Wochen zu empfehlen«, betonte CarTec-Geschäftsführer Dr. Ulrich Dornau bei der Vorstellung des Projektes am Montag. Die Betreuung der Praktikanten werde in dieser Zeit durch das Schlossgymnasium geleistet. Die Erfahrungen der Jugendlichen sollen im Anschluss an das Praktikum zum einen unterrichtlich nutzbar gemacht werden, zum anderen werden Inhalte aus der Wirtschaft auf diese Art und Weise in die Schule integriert.

»Wir stehen vor dem Problem, Studienwillige für Ingenieurstudiengänge zu bekommen. Schüler müssen ausprobieren, wo ihre Neigungen liegen. Wir unterstützen sie durch kleine zielgerichtete Exkursionen in Unternehmen«, machte Prof. Dr.-Ing. Jürgen Bechtloff von der Fachhochschule Südwestfalen, Fachbereich Maschinenbau-Datentechnik, deutlich. Er vertritt die These »Technik kann auch Spaß machen«. Auch der Leiter des Gymnasiums Schloss Overhagen, Wolfgang Brülle, freute sich über die Initiative: »Wir haben das Projekt nach einjähriger Vorplanung in die Tat umgesetzt. Es trägt dazu bei, dass die Schüler das Lernen als etwas Sinnvolles erleben.« Auf diese Weise könne auch Schule Spaß machen, konterte Brülle mit einem Augenzwinkern. Das Konzept des Praktikums überzeugt auch die Schülerinnen und Schüler. Ein großer Teil der Schülerschaft nimmt bei diesem Durchlauf teil, unter ihnen ein hoher Anteil an Schülerinnen. Folgende Firmen beteiligen sich an dem Projekt: AVITEA work and more, Behr-Hella Thermocontrol, Ferber Software, Hella, Hoesch Rothe Erde, INDEC, Proxima Computer, WIAG Antriebstechnik.

 

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