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Die 37. Weihnachtsmusik am GSO
Overhagener Schüler stellen Verantwortung für Kinder als zentrales Motiv der Weihnachtsbotschaft heraus
Das Thema „Kinder“ stand im Mittelpunkt der diesjährigen Weihnachtsmusik des Gymnasiums Schloss Overhagen. Auf der Schlossbühne der Schule stellten mehrere Gruppen aus der Sekundarstufe I Ausbeutung und Vernachlässigung von Kindern in unserer Welt dar. Zwei Spielszenen des Kinderhilfswerks "Terre des Hommes" brachte die Klasse 6a zur Aufführung, Szenen, in denen die brutalen Auswirkungen des Handels mit Kindern veranschaulicht wurden. Im ersten Stück führte der Weg der Kinder von Pakistan nach Saudi-Arabien, wo sie als Kameljockeys ihr Leben riskieren müssen. Die zweite Szene beschrieb den Weg einiger afrikanischer Jungen, die – von Mali kommend – an der Elfenbeinküste Opfer moderner Sklaverei werden.
Zwei Schülerinnen aus der Klasse 8 spielten überzeugend die Gewissensentscheidung eines Engels, der eigentlich vorhat zu kündigen, weil er nicht mehr daran glaubt, dass die Menschen lernfähig sind, denn schließlich hat er ja in den letzten 2000 Jahren gesehen, wozu sie in der Lage waren und sind. Ein kleines Kind, um das sich in dieser umtriebigen Zeit keiner kümmert, weil ja jeder ans Geschäft denkt, bringt ihn dazu, es noch einmal zu versuchen – vielleicht machen es die Kinder ja doch besser. Was passiert, wenn ein wirkliches Kind in der Krippe liegt, zeigte eine weitere Gruppe. Einige Asylbewerber, die abgeschoben werden sollen, lassen ihr Kind in der Krippe einer Kirche zurück, weil sie hoffen, dass die Menschen an Weihnachten ein gutes Herz haben. Für die normalen Gottesdienstbesucher trifft dies aber nicht zu, das echte Kind stört das „Ambiente“. Nur ein Obdachloser zeigt Mitgefühl, erbarmt sich des Kindes und kümmert sich. Schüler der 9. Jahrgangsstufe trugen das Lukasevangelium einmal anders vor: "Luka 2 aktuell" war gleichzeitig Nacherzählung, Meditation und Aktualisierung der biblischen Weihnachtsgeschichte. Durch die Umsetzung des Geschehens in die heutige Zeit wurde versucht, die Bedeutung der Weihnachtsbotschaft für uns moderne Menschen heraus zu arbeiten.
Dass diese Stücke nicht nur die Weihnachtsbotschaft treffend für unsere Zeit interpretierten, sondern auch gut gespielt wurden, bewies der kräftige Applaus des Publikums in der bis zum letzten Platz besetzten Schlossbühne.
Parallel zu diesen Aufführungen auf der Schlossbühne boten im Musikraum der Unterstufenchor unter der Leitung von Peter Hänsch und der Instrumentalkreis unter Carola Dewenter-Schlegel einen musikalischen Querschnitt durch verschiedene Epochen. Traditionelle Weihnachtslieder stimmten die Zuhörer auf die Festtage ein.
Bei Kaffee, Glühwein und Weihnachtsgebäck in der Pausenhalle stand wiederum das Thema Kinder im Mittelpunkt. Die Besucher konnten sich in einer kleinen Ausstellung über Flüchtlingskinder in Lippstadt und über das Engagement von Schülerinnen und Schülern für die Kinder im Kosovo informieren. Dabei wurde deutlich, dass Engagement für Kinder in Not für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Schloss Overhagen konkrete Taten bedeutet. Die Schülerinnen und Schüler unterstützen in Zusammenarbeit mit der Hilfsgemeinschaft Lippe – Land die Schule Zenel Hajdini in Pristina und außerdem haben sieben Klassen des Gymnasiums eine Patenschaft für Waisenkinder im Kosovo übernommen.
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