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Wenn Farben klingen
Overhagener Gymnasiasten zeigen Arbeiten aus dem Kunstunterricht in der Musikschule
LIPPSTADT Der Titel der Ausstellung passt: Unter „Klangfarben" sind die rund 50 Schülerarbeiten zusammengefasst, die für vier Wochen in den Räumen der Musikschule zu sehen sind. Und während die Besucher durch die Gänge streifen und sich die Schülerarbeiten der Overhagener Gymnasiasten ansehen, läuft hinter den Glastüren weiter der Musikunterricht — Farben und Klang eben.
„Wir sind ein öffentliches Haus und vor allem ein offenes Haus", erklärte Musikschulleiter Wolfgang Streblow anlässlich der Ausstellungseröffnung. Die Gänge der Musikschule eigneten sich hervorragend für Ausstellungen, und so seien die „Klangfarben" weder die erste noch die letzte Exponate in diesen Räumen.
Die Schülerarbeiten sollen einen Querschnitt dessen zeigen, was man alles mit Farben anstellen kann, machte Kunstlehrer Ulrich Haverland deutlich, der die Ausstellung zusammen mit seiner Kollegin Regina Cibis erarbeitet hat. „Ich bemühe mich, den Schülern im Unterricht viel Freiraum zu lassen", machte der Pädagoge bei der Eröffnung deutlich. So sollen die Schüler sich ausprobieren dürfen und dabei frei sein von Notenzwang. Viele Bilder seien noch skizzenhaft — und das sei auch durchaus so gewollt.
Vielfach dokumentieren die Werke Übungen, sei es zum Abtönen, zum Selbstporträt oder zur Malerei. Da finden sich Schmetterlinge auf Zeitungspapier, Kohlezeichnungen auf Packpapier, Gesichter und Tiere, aber auch abstrakte Werke mit leuchtenden Farben. „Wir möchten die Schüler ermutigen, den Wert ihrer Arbeiten schätzen zu lernen, auch wenn es teilweise noch Skizzen sind", machte Haverland weiter deutlich.
Dass es bei einer Vernissage nicht nur um die Bilder geht, machte der Overhagener Unterstufenchor deutlich, der mit musikalischen Einlagen die Veranstaltung umrahmte und damit auch einen Bogen zum Motto „Klangfarben" schlug. Ganz wichtig sind nämlich bei einer Vernissage das „Geruschel, Genuschel und Getuschel", das die Schüler zu einem witzigen Klanggemälde verarbeiteten. kik (“DER PATRIOT” vom 09.03.2006)
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