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Für Politiker ein Vorbild Schulverbund Lippstadt nimmt am Landeswettbewerb „Jugend debattiert" teil
OVERHAGEN Sina Etemadzadehs Haltung sieht man die Anspannung nicht an. Scheinbar gelassen steht der 16-jährige Schüler im Schlosstheater Overhagen hinter dem breiten Rednerpult und verfolgt konzentriert die Argumentation seines Gegenübers, wartet geduldig, bis dieser zu Ende gesprochen hat. Dann erwidert Sina entschieden: „Wir Schüler brauchen die Lernpause am Wochenende, deshalb sind wir auch gegen den Unterricht an Samstagen!" Nicht nur das Pro und Contra einer Wiedereinführung des Samstagsunterrichts wurde gestern im Gymnasium Overhagen heiß diskutiert. Insgesamt 24 Schüler versuchten im Rahmen der Vorrunde zum Landeswettbewerb „Jugend debattiert" mit sachlichen Argumenten zu verschiedenen Themen die Jury aus Lehrern, Eltern, und Mitschülern von sich zu überzeugen.
Der NRW-Wettbewerb „Jugend debattiert" ist ein Projekt der gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Ziel ist es, die sprachliche und politische Bildung von Schülern zu fördern, sowie die Meinungs- und Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen zu stärken. „Der Schulverbund Lippstadt ist jetzt schon im vierten Jahr mit dabei", erklärt Ingrid Morfeld. Die Lehrerin für Englisch und Sozialwissenschaften am Overhagener Gymnasium (GSO) koordiniert das Zusammenspiel der vier zum Verbund gehörenden Schulen. Neben dem GSO sind das die Wilhelmschule, die Drost-Rose-Realschule und die Laurentiusschule Erwitte. Zwei Monate lang wurden die Jugendlichen im Unterricht auf den rhetorischen Schlagabtausch vorbereitet. Die größten Debattiertalente der Sekundarstufen eins und zwei trafen gestern schließlich auf der Schlossbühne des Overhagener Gymnasiums aufeinander. Nur die vier Besten der 24 Schüler dürfen allerdings an der Qualifikationsrunde zum Landesfinale teilnehmen.
Sieger im Bereich der Sekundarstufe I
Für Sina Etemadzadeh reichte es gestern nicht ganz. Die Jury lobte zwar den überzeugenden Argumentationsstil des Drost-RoseSchülers. Am Ende hatte jedoch seine Mitstreiterin Katharina Palm vom GSO die Nase vorn. Gemeinsam mit Sina Overhage, Uta Hönemann und Michael Kerkhoff (alle GSO) werden sie jetzt in einem zweitägigen Rhetoriktraining, das vom Projekt „Jugend debattiert" angeboten wird, für das Halbfinale vorbereitet. Ingrid Morfeld jedenfalls ist optimistisch, dass es ihre Schützlinge bis ins große Finale nach Düsseldorf schaffen: „Zu solch sachlichen Debatten, wie wir sie heute gesehen haben, ist so mancher Politiker nicht in der Lage!" (Quelle: Patriot 08.02.2008)
Sieger im Bereich der Sekundarstufe II
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